"Des Ordres / Désordres"
"Des Ordres / Désordres" ist eins dieser hübschen französischen Wortspiele. Gesprochen weiß man nie, ob es um Ordnung oder Unordnung geht. Das soll man auch nicht wissen beim Ballet du Rhin, der rechtsrheinischen Truppe in Mulhouse mit fulminanten Tänzern, die immer wieder Wagnisse mit jungen Choreografen eingehen. Der neue so betitelte Tanzabend beginnt mit «Immanence», einer Choreografie des Griechen Andonis Foniadakis für zwei Paare (bei den Proben: Erika Bouvard, Grégoire Daujean).
Der französische Tanztheatermacher Hervé Maigret ließ sich für seinen Beitrag von Lars von Triers Filmwerk «Dogville» inspirieren. Der Schwede Alexander Ekman bringt «Flockwork» mit , das 2006 mit dem Nederlands Dans Theater II in Den Haag uraufgeführt wurde. Ein Kessel Buntes, von dem Ballettchef Bertrand d’At hofft, dass dies die Zukunft seiner Kompanie ist.
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Revivals sind derzeit Programm. Nicht immer machen sie Sinn. Die kanadische Choreografin Ginette Laurin überarbeitete ihre 1992 entstandene Choreografie «La Chambre Blanche» (Das weiße Zimmer) und brachte sie im Frankfurter Mousonturm zur Weltpremiere. Im Künstlerhaus hatte sie 1993 mit der Erstfassung gastiert, überzeugte nun abermals mit dem Stück im selben Set –...
Stehle mich leise in einen Probenraum des National Theatre in London. Und bin sofort gefangen von der Szene, die mich empfängt: Juliette Binoche wirft sich wieder und wieder zu Boden, wütend, sie ist völlig außer sich, offenbar verwirrt. Und bricht zusammen, so anmutig wie ein fallendes Herbstblatt. Akram Khan in schwarzem Poloshirt und braunem Trainingsanzug hockt...
Kedja Kopenhagen zum Beispiel – ich finde solche Riesen-Events klasse. Wenn die Tanzbranche sich trifft, wird’s immer lebendig und lustig und spät und weinselig. Schließlich ist die Zeit knapp, Barrieren und Hemmungen müssen schnell schwungvoll überwunden werden. Nach Dänemark reisten circa 200 Tänzer, Choreografen, Pädagogen und Tanz-Verwalter aus Skandinavien,...
