Der Performance-Musiker
Noch einer, der seine Koffer packt. Alexander Frangenheim, Bassist und Spezialist für improvisierte Musik, will spätestens im Sommer den Umzug von Stuttgart nach Berlin schaffen. Eine Häutung habe er hinter sich, so Frangenheim: «In Berlin gibt es eine große offene Szene. Ich habe mich sofort zu Haus gefühlt, weil ich Tänzer und Musiker treffe, mit denen ich was zu tun habe.» In Stuttgart sieht Frangenheim keine Perspektive.
Der Bassist, der hier seit 1992 das Improvisations-Festival Concepts of Doing veranstaltete und das Produktionszentrum für Tanz und Performance mit ins Leben gerufen hat, fühlt sich als künstlerischer Grenzgänger von der Kulturpolitik unverstanden. Die Konzeption der Tanzförderung, so seine Kritik, sehe eine experimentelle Plattform wie Concepts of Doing mit der Interaktion von Tanz und Musik nicht vor. Für das für 2005 geplante, zehnte Festival hat er zwar noch beantragt, musste aber davon ausgehen, dass er kein grünes Licht mehr bekommen würde. Und so war es auch.
Die freie Wohnung eines Freundes hat Frangenheim nach Berlin gebracht, bessere Bedingungen haben ihn zum Bleiben bewogen. Durch die niedrigen Mietpreise in Weißensee kann er sein eigenes ...
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