Das Mariinsky-Ballett
Das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg gastierte vor acht Jahren schon einmal mit Tschaikowskys «Nussknacker» im Festspielhaus Baden-Baden – damals ein künstlerisches Wagnis: Nicht nur die bürgerliche Variante vom verwunschenen Prinz, der die gut behütete Tochter ins Schlemmerland der Süßigkeiten entführt, war zu sehen, sondern auch eine Fassung, die mit überdimensionalen Kostümen und moderner Choreografie überzeugte – das Mariinsky kann durchaus mehr als nur staatstragend repräsentative Vergangenheitschoreografie.
Natürlich fiel diese mit Hilfe eines amerikanischen Mäzens entstandene Neuschöpfung von 2001 durch Mikhail Shemiakin bei der Kritik durch; sie will so wenig überrascht werden wie das Publikum.
Deshalb kommt jetzt die bravere Version aus dem Jahr 1934 zurück, damals choreografiert von Vassily Vainonen, die sich auf die vorzüglichen Tänzer konzentriert.
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