coup fatal
Der Titel klingt dramatisch: «Coup Fatal», also «Todesstoß». So heißt Alain Platels neue Arbeit, die bei den «Wiener Festwochen» im Burgtheater uraufgeführt wurde. Das Bühnenbild – ein breiter Vorhang aus Schnüren, auf die, wie dem Programm zu entnehmen ist, Patronenhülsen gefädelt sind – verstärkt diese Kriegsmetapher. Versammelt sind: eine 13-köpfige Gruppe von Musikern aus Kinshasa und der kongolesische Countertenor Serge Kakudji, der unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Faustin Linyekula («The Dialogue Series: III.
Dinozord») und Platel selbst («pitié!») auch in Europa bekannt wurde. Verantwortlich für «Coup Fatal» zeichnen mit Platel und Kakudji auch Fabrizio Cassol und der Gitarrist Rodriguez Vangama.
Das Ergebnis ihrer Liebesmüh ist ein zweistündiges Konzertvergnügen, in dem auffallenderweise keine einzige Frau auftritt. Die von Serge Kakudji ausgewählten und wunderbar weich gesungenen Barockarien wie die Toccata aus Monteverdis «Orfeo» über Antonio Vivaldis «Barbaro traditor» (aus «Bajazet») bis hin zu Händels «Rinaldo» entnommenem Evergreen «Lascia ch’io pianga» werden instrumental neu bearbeitet. Was von der Aufbereitung her ein wenig an die Zeit erinnert, als in ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: produktionen, Seite 22
von Helmut Ploebst
ausschreibungen_____
«Tanzlabor_21 Residenzprogramm» in Frankfurt/Main
Neben regulären Residenzen –
das Tanzlabor_21 vergibt im Jahr 2014 drei Residenzen für Tanzproduktionen vom 6.–19. Okt.;
10. Nov. – 7. Dez. und 22. Nov. –
15. Dez. – umfasst das Programm auch Forschungsresidenzen, Stipendien für auswärtige KünstlerInnen
sowie Stipendien für die Nutzung
des Z,...
Bequemer geht’s nimmer: Wer irgendwo auf dem Land lebt oder weit weg, kann sich beispielsweise die «Bayadère» des Bayerischen Staatsballetts anschauen, ohne deswegen den Fuß vor die Tür setzen zu müssen. Ein Livestream im Internet macht’s möglich, und zweimal pro Spielzeit hebt sich im Nationaltheater der Vorhang auch für jene, die irgendwo in der Welt vor einem...
hannover_________
tanz theater international
Es gibt Festivals, die sind nicht groß und auch nicht spektakulär. Wie dieses Festival, das bereits in seine 29. Runde geht – und nach wie vor von Christiane Winter mit der Prämisse geführt wird, treu zu sein. Ihrem Festival. Ihren Künstlern. Dafür aber Akzente setzt: diesmal auf die fulminant komplexe Tanzkunst der...
