Clara Góra
Erst ein Sturz auf der Bühne konnte ihren Tatendrang bremsen. Aber bis 1967 stand Clara Góra als Erste Solistin, Ballettmeisterin, choreografische Assistenz und Muse ihrem langjährigen Ehemann Imre Keres selbstlos und hilfreich zur Seite.
Ihn hatte sie nach dem Ungarn-Aufstand 1956 auf seinem steinigen Weg über Hannover, Lübeck bis hin nach Wiesbaden begleitet – und auch danach war sie aus dem Hessischen Staatstheater nicht mehr wegzudenken: nicht als Kompetenz in Sachen Ballett und nicht als Kronzeugin einer Zeit, in der dem Theater ein Ballettabend erst einmal abgetrotzt werden musste. Am 11. Juli ist Clara Góra in Wiesbaden 76-jährig einer langen Erkrankung erlegen. Ungarin durch und durch, hat sie noch zu Lebzeiten verfügt, dass ihre sterblichen Überreste in heimatlicher Erde bestattet werden.
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