Christina Ciupke
Es gibt Kometen, die hell aufblitzen, ehe sie verglühen. Und Fixsterne, deren konstantes Leuchten darüber hinwegtäuscht, das sie sich mit lichtjahrelangem Atem fortbewegen. Christina Ciupke (der Vergleich mit einem Himmelskörper sei erlaubt) gehört zur Gattung der Fixen am Firmament. Dem Flüchtigen des Tanzes setzt sie Kontinuität, Beharrlichkeit, Radikalität, auch Frische und Poesie entgegen.
Es sind die Schnittstellen im Universum des Denkens und Bewegens, an denen ihre Recherche beginnt, dort, wo Licht und Dunkelheit, Objekt und Abbild, Zeigen und Verbergen aufeinandertreffen oder sich scheiden. Fasziniert von Langsamkeit, Zeitverschiebungen, Zeitlupe, Beschleunigung verführt sie die Sinne, sich in Grenzbereiche der Wahrnehmung zu begeben – zuletzt bis zur Schwelle der Unendlichkeit.
«Longer Than Expected» heißt das Duett mit dem esthischen Tänzer Mart Kangro. Beide erforschen das Phänomen Ausdauer – mit Todesverachtung. Hier geht es schonungslos um alles oder nichts. Wer kann am längsten, und wo beginnt die Sucht nach mehr? So fragt die Dramaturgie. Das Repertoire an aerobischen Übungen aus Sport, Krafttraining und Yoga wird synchron durchexerziert, bis einer der beiden den ...
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Angela Reinhardt wurde in Berlin geboren und erhielt hier ihre Tanzausbildung an der Staatlichen Ballettschule. 1983 wurde sie von Tom Schilling an das Tanztheater der Komischen Oper engagiert. 1985 war sie Solistin, 1987 Erste Solistin. Angela Reinhardt tanzte Hauptpartien der großen Ballettklassiker und der Moderne, wirkte in zahlreichen Tanz-Galas,...
Here we go again, Tanztheater. In Gregor Zölligs neuer Choreografie «Vier Jahrezeiten» tragen die Tänzer wieder mal Unterwäsche, legen ihre Gesichter in Blumenerde, oder kuscheln sich zu zweit in ikeabunt bezogene Decken (wohnst du noch, oder performst du schon?). Der Frühling ist voller Gefühle, der Sommer voller Hitze, der Herbst melancholisch und der Winter...
Sie heißen Sohel, Marc, Hok-Heng, Igor, Skali, Clochette und Julien. Sie sind Feuerwehrmann, Student, Verkäufer. Und treffen sich, so oft es geht, vor den schönsten Pariser Bauwerken, wenn sich dort ein paar hundert Quadratmeter ebener Asphalt finden. Sie trainieren mit Blick auf den Invalidendom, den Palais Royal oder in einer schicken Einkaufspassage. Und...
