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Ekstase ist schwer angesagt: «Da trat ich aus mir raus», sagen die Tänzer, «geriet in einen flow», das «kann man nicht erklären», es war «wie eine Droge». Alexander Löwen nannte es 1975 in seinem Klassiker «Bioenergetics» «das Vibrieren des Körpers, das es ermöglicht, die unwillkürlichen Bewegungen des Körpers als Ausdruck seines Lebens und dessen Kraft zu erleben und zu genießen. Wenn ein Mensch davor Angst hat und meint, er müsse sich jederzeit voll unter Kontrolle haben, verliert er seine Spontaneität und endet als rigide eingebundene Persönlichkeit».
Ekstase ist also wie ein Diktat: du musst jetzt raus aus dir, das Ego endlich verlassen. Dieses «Aus-Checken aus dem Ich», auch bei Drogianern sehr beliebt, ist keine Erfindung von Hippies, sondern folgt den alten Lateinern: «Demonstratio absoluti stat cum evidentia», indem sie sich fragten, ob «nicht gerade die Liebesekstase der Beweis des Absoluten sei» (Luigi Malerba). Ah, das Absolute! Das muss herhalten; auch in Voodoo-Ekstasen, den Derwisch-Ekstasen, im Schamanismus und Candomblé. Immer ist der Tanz verantwortlich für dieses Austreten aus sich, um mal absolut zu Gott, mal zu den Dämonen zu gelangen. Und schon ist Tanz keine ...
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Eins der wichtigen Tanzereignisse der Saison fiel mitten in Londons schwere Zeit. Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui luden ins Sadler’s Wells am Tag, nachdem vier Suizidattentäter in der Untergrundbahn und in einem Bus 52 Menschen umgebracht und Hunderte verletzt hatten. Die Stadt, die mehr Ethnien vereint als irgendeine in Europa, stand unter Schock und die...
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Die Westschweizer Tanzszene ist ohne Philippe Saire nicht vorstellbar. 1995 bezog seine Kompanie das Théâtre Sévelin 36 in Lausanne: Es wurde zum Tanzzentrum der Romandie schlechthin. Hier veranstaltet er Festivals und bringt fast jedes Jahr eine eigene Kreation heraus. Sein neues Stück «Sang d’encre», Blut aus Tinte, aber wurde in Basel uraufgeführt als...
