cesena

virgilio sieni «dolce vita»

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Angesprochen auf die reichhaltigen bildlichen Bezüge, die seinem neuen, beim «Romaeuropa Festival» vorgestellten Stück «Dolce Vita» zugrunde liegen, antwortete Virgilio Sieni: «Die Körper werden geformt, um Figuren darzustellen, die wir aus einem ikonografischen und symbolischen Zusammenhang heraus als bedeutsam wiedererkennen.» Der Choreograf und künstlerische Leiter der «Biennale Danza» stellt bekannte Fresken, Gemälde, Altarbilder und Reliefs in einer Dichte nach, die jeden Renaissance-Fan in helles Entzücken versetzen dürfte.

Wie in seinen anderen Produktionen mit Profitänzern – Sieni arbeitet auch gerne mit «nicht-ausgebildeten» Körpern – sticht hier die unbedingte Sorgfalt ins Auge, die von einer profunden kunsthistorischen Kenntnis der Gesten zeugt. Wir betrachten ein bewegtes Gemälde aus Drehungen, Windungen und Entfesselungen diagonaler Linien, das sich schon bald als Evangelienbericht zu erkennen gibt, zumal die fünf Szenen des Stücks von fünf Plakataufschriften angekündigt werden: Verkündigung – Kreuzigung – Kreuzabnahme – Begräbnis – Auferstehung. Sieni räumt ein, dass ihn die Leidensgeschichte Christi schon als kleines Kind fasziniert habe, und seine Erläuterungen ...

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Tanz Februar 2015
Rubrik: kalender, Seite 46
von Sergio Lo Gatto

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