cesena
Angesprochen auf die reichhaltigen bildlichen Bezüge, die seinem neuen, beim «Romaeuropa Festival» vorgestellten Stück «Dolce Vita» zugrunde liegen, antwortete Virgilio Sieni: «Die Körper werden geformt, um Figuren darzustellen, die wir aus einem ikonografischen und symbolischen Zusammenhang heraus als bedeutsam wiedererkennen.» Der Choreograf und künstlerische Leiter der «Biennale Danza» stellt bekannte Fresken, Gemälde, Altarbilder und Reliefs in einer Dichte nach, die jeden Renaissance-Fan in helles Entzücken versetzen dürfte.
Wie in seinen anderen Produktionen mit Profitänzern – Sieni arbeitet auch gerne mit «nicht-ausgebildeten» Körpern – sticht hier die unbedingte Sorgfalt ins Auge, die von einer profunden kunsthistorischen Kenntnis der Gesten zeugt. Wir betrachten ein bewegtes Gemälde aus Drehungen, Windungen und Entfesselungen diagonaler Linien, das sich schon bald als Evangelienbericht zu erkennen gibt, zumal die fünf Szenen des Stücks von fünf Plakataufschriften angekündigt werden: Verkündigung – Kreuzigung – Kreuzabnahme – Begräbnis – Auferstehung. Sieni räumt ein, dass ihn die Leidensgeschichte Christi schon als kleines Kind fasziniert habe, und seine Erläuterungen ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: kalender, Seite 46
von Sergio Lo Gatto
adieu_________
brian macdonald
An seinen Namen wird sich hierzulande kaum noch jemand erinnern. Und doch war Brian Macdonald, 1928 in Montréal geboren, ein ganz und gar «ungewöhnlicher Choreograf», der nach Meinung von Ivan Nagel wie kaum ein anderer «scharf und genau für die Eigenart einer Truppe, die Stärken jedes Einzelnen denken und arrangieren» konnte. «Time...
gegen Angst und Missverständnisse, gegen Konflikte, Traumata, Kriegs- und Terrorbilder. Tanzen hilft auch, aber manche müssen sich erst einmal von der Seele reden, was sich dort an Bedrohlichem ein- genistet und verkapselt hat. Der Choreograf Darrel Toulon fuhr in den einst umkämpften Kosovo und hatte ein paar Ideen, wie er dem Nationalballett des Landes begegnen,...
Im Mai 2014 wurden sie zum ersten Mal vergeben, die «Berner Tanzpreise». Organisiert als Wettbewerb im Rahmen einer mehrtägigen Plattform, wurden sie von Tanzdirektorin Estefania Miranda kuratiert. Dem Gewinner winkte die Chance, mit der Tanzkompanie Konzert Theater Bern – zum Thema «Giacometti» – eine eigene Choreografie umzusetzen.
Die bewegte...
