CD, DVD, Buch 7/18
CD des Monats: Sounds of Transformation
Wie ein Palindrom hat David Greilsammer die Musik auf seinem Album angeordnet – was nicht heißt, dass er sie erst vorwärts und dann rückwärts spielt. Das nicht. Aber die historischen Originale und ihre zeitgenössischen «Zwillinge», wie er die Bearbeitungen nennt, hat er so subtil einander gegenübergestellt, dass die «Sounds of Transformation» sich nicht auf gleiche Art wiederholen.
Mal endet eine Bourrée aus dem Comédie-Ballet «Le Mariage forcé» abrupt, um als «Lully’s Diabolic Swing» in anderer Gestalt wieder aufzutauchen. Mal gleitet die Bearbeitung eines Purcell-«Prelude» unmerklich hinüber in «The Unanswered Question» von Charles Ives, an späterer Stelle geschieht dasselbe umgekehrt mit «Ives Asks the Moon»: die Fortsetzung einer kryptischen Komposition mit anderen Mitteln. Als Dreh- und Angelpunkt dient bei dieser CD des Monats das Klavierkonzert G-Dur von Maurice Ravel, weil sich in ihm traditionelle Orchesterrhythmen an Jazz und Blues herantasten. Von Greilsammer vom Klavier aus dirigiert, stellt die Geneva Camerata nicht nur hier ihre immense Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Brillant in den Barock-Beispielen, meistern die Musiker ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2018
Rubrik: Medien, Seite 60
von
Seit Aurélie Dupont die neue Spielzeit des Balletts der Opéra verkündet hat, läuft in Paris eine Online-Petition gegen zu viele zeitgenössische Abende. Beim Berliner Staatsballett päppelt Nacho Duato die mehrteiligen, modernen Programme noch immer genauso mühsam durch wie sein Vorgänger Vladimir Malakhov. Ist das breite Tanzpublikum 30 Jahre nach William Forsythe...
Die beste Tanzausbildung sichert noch lange keine Anstellung. Aus dieser Erkenntnis heraus gründete Malou Fenaroli Leclerc vor fast 20 Jahren eine Juniorkompanie, unabhängig von den Institutionen. Das «Performance Year», wie sie das damals nannte, sollte jungen Absolventinnen und Absolventen von Tanzausbildungsstätten ein Jahr lang ein Dach über dem Kopf, Training,...
«Wir sind doch nicht angetreten, um Krieg zu führen!» Elias García, Künstlerischer Direktor des Ballet de Catalunya (BC), legt Nachdruck in die Stimme. Wenn seine Vision Wirklichkeit werden soll, wird er einen Schlachtplan brauchen. García, einst Tänzer bei den Ballets de Monte Carlo und im Ballet du Nord, verlegte sich zuletzt aufs Unterrichten, arbeitete erst für...
