CD & DVD
Clip des Monats: Babine Suze
heißt dieser preisgekrönte Film aus Kroatien, der von den Tränen einer alten Bergbäuerin erzählt, die ungebeugt ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes weiterführt. Die schwarzweißen Bilder zeigen zu dramatischer Musik eine raue Bergwelt im Küs-tengebirge von Paklenica nahe der Stadt Zadar, ein schlichtes Steinhaus und die alte Frau, Marije Ramici, an der vorbei die Kamera mit nachgerade artistischen Überblendungen eine Tänzerin, die karge Erde und die Jahreszeiten einfängt.
Die Regisseurin Marija Šćekić vereint Tänzerin und tanzende Kamera zu einer kunstvollen Hommage an das vom Tod getrennte Bauernpaar. Dessen Leben war und dieser Film bleibt: durch und durch trotzig.
Hier können Sie den Clip des Monats anschauen.
Hommage: Reid Anderson
Dieses Buch ist eigentlich eine Abenteuerreise auf den Spuren des Stuttgarter Balletts, das mit John Cranko die höchsten Kunstgipfel bestieg, nach seinem Tod etliche Täler durchmaß und bis heute die Tanzrepublik fasziniert. Offiziell als Würdigung des Intendanten Reid Anderson deklariert, handelt es sich in Wahrheit um eine Liebeserklärung, die dem Geehrten ebenso gilt wie seinen Weggefährten und den Tänzern, über die er ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2017
Rubrik: Medien, Seite 58
von
Die Berliner Künstler wandern ab. Sie ziehen raus ins Ländliche. In die Märkische Schweiz nach Osten. In die Uckermark und in die Ostprignitz im Norden. An die Dahme im Süden. Oder an die Havel und ins Brandenburgische nach Westen. Hier finden sie Inspiration zwischen Windturbinen, Rieselfeldern und Kiefernforsten. Denn Ateliers und Tanzräume in Berlin sind zu...
Yuri Fateyev ist ein betont höflicher Zeitgenosse. Der Russe spricht beherrscht, klar, auf den Punkt, und seine Botschaften sind unmissverständlich: «Niemand macht uns das ‹Königreich der Schatten› nach – keine andere Kompanie!» Mit «uns» ist das Sankt Petersburger Mariinsky-Ballett gemeint, dem Fateyev vorsteht, mit dem «Königreich der Schatten» die 32-köpfige...
«Folkwang» stammt aus dem Altgermanischen und meint den Götterpalast der Freya, Göttin der Liebe und Schönheit. Ein wunderbarer Name für einen Ort, an dem die Künste gedeihen und sich miteinander verbinden. Als Folkwangschule für Musik, Tanz und Sprechen gründeten der Operndirektor Rudolf Schulz-Dornburg, der Choreograf Kurt Jooss, der Bühnenbildner Hein Heckroth,...
