carla fracci
Carla Fracci, Italiens berühmtester Ballerina, wurde im vergangenen Jahr der Vertrag als Chefin des Balletts am Opernhaus von Rom nicht verlängert. Den Bürgermeister der Stadt, Gianni Alemanno, griff sie daraufhin vor laufenden Fernsehkameras an: «Nie haben Sie mit mir reden wollen.» Warum nicht? Weil «La Carlina» links stand, die Stadt aber wird rechts regiert. So einfach.
Der Vizepräsident des Theaters, Bruno Vespa, ist ein bekannter Journalist, der seine Primetime-Sendung «Porta a Porta» im staatsnahen Rai Uno dazu verwendet hat, Riccardo Muti nach dessen Abgang von der Mailänder Scala als neuen Chefdirigenten des Capitol-Theaters aufzubauen. Ihm entlockte er den Satz, dass Muti sich in Rom «eine weniger eindrucksvolle Ballettchefin als ‹la Carla nazionale›» wünsche.
Nun, solange Muti in Mailand war, bekamen Carla Fracci und ihr Ehemann Beppe Menegatti keinen Fuß auf den Boden, weil Mutis Ehefrau Cristina Mazzavillani Muti, Leiterin des Scala-nahen Festivals von Ravenna, schon seit Jahren Micha Van Hoecke favorisierte. Der war einst Maurice Béjarts rechte Hand an der Schule Mudra in Brüssel gewesen und erfüllte Muti, dem Demiurgen, jeden Operntanzwunsch. Als Belohnung erhielt er ...
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Tanz Januar 2011
Rubrik: menschen, Seite 22
von Elisa Guzzo Vaccarino
...wird die Geschäftsführung des Tanztheaters Wuppertal aufgeben. Die frühere Leiterin des Münchner Festivals «Dance» möchte ihren zum 31. Juli auslaufenden Vertrag nicht verlängern und wird ab sofort in Urlaub sein. Der Grund für ihren Entschluss, sagt sie, hänge mit dem überraschenden Tod von Pina Bausch am 30. Juni 2009 zusammen, mit dem das Fundament ihrer...
Was alle ahnen, mancher weiß und niemand sich auszusprechen traut, hier steht es geschrieben: Tanz ist keine autonome Kunst. Er ist abhängig von anderen Künsten, Architektur, Licht, Theater, Musik. «In Folge seines Kampfes um einen autonomen Status unter den Künsten und um die Emanzipation von diesen», schreibt Boyan Manchev in diesem Band, «wurden Grenzen...
Das Theatermuseum in Wien deponiert, was die Theater nicht mehr brauchen. Auch Kostüme für die Choreografie «Der Dreispitz» von Léonide Massine, die 1964 nach dem Entwurf von Pablo Picasso für die Wiener Staatsoper angefertigt wurden. Zur Neueinstudierung des Werks unter Renato Zanella wurden die Kostüme 2004 zurückgegeben. Jetzt sind zwei Stück im...
