Braunschweig
Kein Blick zurück im Zorn? Das Schlussbild zeigt Adrian J. Wanliss auf der Galerie, weinlaubbekränzt. Und dieser Dionysos lacht. Es ist kein gewöhnliches Lachen, mit dem er sich von seinem Publikum verabschiedet. Es ist ein spöttisches, ein sardonisches Lachen, eins, das einem eigentlich im Halse stecken bleiben sollte.
Es ist neu – wie so manches an dem Tanzfonds Erbe Projekt, das als Rekonstruktion des Tanzstücks «Zeche eins» von Reinhild Hoffmann angekündigt ist. Neu ist sein Titel «Jagd.Kampf.Rausch».
Neu ist vor allem der geschichtslose Rahmen, in dem die Aufführung stattfindet: nicht die ehemalige Waschkaue, die schon 1992 dem Schauspielhaus Bochum als Probebühne diente, sondern das Staatstheater Braunschweig, dessen Dependance eher ein Gehäuse für Geschichten stellt. Neu ist nicht zuletzt das Ensemble, das sich die geschichtsträchtige Choreografie erst hat einverleiben müssen.
Geblieben ist Grundsätzliches und damit ein Stück Tanztheater, das sich nicht lärmend gibt, nicht die Spur effekthascherisch, sondern archaisch streng, antike Mythen in ein bildhaftes Theaterritual bindend. Grau ist die Grundfarbe der Kostümierung von Andrea Schmidt-Futterer. Weiß der erhobene Boden, ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 38
von Hartmut Regitz
Ob Igor Zelenski ganz freiwillig darauf verzichtet hat, gleichzeitig dem Bayerischen Staatsballett, dessen Pendant in Novosibirsk und außerdem noch der Kompanie des Stanislawski und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheaters in Moskau vorzustehen, weiß niemand. Tatsache ist, dass der neue Intendant des russischen Traditionshauses, Anton Getman, darauf bestand, keinen...
Sie wollen am Goethe-Gymnasium in Regensburg den Tanz im Lehrplan verankern, warum?
Bewegung und Lernen gehören zusammen. Das ist auch wissenschaftlich bewiesen. Da es Tanz als Unterrichtsfach in Bayern nicht gibt, habe ich zusammen mit unserem Deutschlehrer Stephan Roggenbuck ein Curriculum für unsere Tanzklassen am Goethe-Gymnasium entwickelt. Das Tanzen in...
Der Regisseur Dominique Delouche brachte es auf den Punkt: Yvette Chauviré hat «den Tanz zu vollkommener Reinheit geführt, war darin Künstlern wie dem Maler Matisse, wie dem Dichter Racine vergleichbar.» Mit 99 Jahren ist die Tänzerin am 19. Oktober in Paris verstorben. In der Stadt, die ihr seit der Geburt am 22. April 1917 Heimat war.
Mit zehn Jahren wurde Yvette...
