bielefeld: the symptoms
Das hört sich nach Krankheit an, ist aber Tanz aus Ungarn. Die Ungarn fallen gerade in Nordrhein-Westfalen ein. Neben bekannteren Chroeografen wie Pál Frenák sind auch die Symptoms da. Seit 2006 heißt Réka Szabós Ensemble aus Tänzern, Schauspielern, Musikern in Budapest so. Symptome? Aber da ist nichts. «Nothing there – or do dreams go to sleep during the day?» nennen sie ihr Stück. Es handelt vom Verschweigen von Leid, aus Scham oder Angst. Alles ist okay. Nichts ist okay. Die Tänzer erschrecken schrecklich.
Wehren sich gegen Gespenster – und verknallen sich in ihre weißen Schatten. Ein schwarzer Fleck wächst auf dem blanken Rücken eines Mannes, bekommt Beine und Arme und klettert an der Wirbelsäule empor, baumelt mit dem Bein, rutscht ab, fällt zu Boden. Der Mann neckt das fremde Männlein, dann haut er es, wird von dessen schwarzer Wolke überwältigt und fuchtelt noch, als gleißende Helligkeit dem Videospuk ein Ende macht. Wo und wann? Am 21. und 22. Juli beim Tanzfestival in Bielefeld.
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