Bertrand d'At
Das Ausrufezeichen hinter dem Namen Béjart, mit dem das Ballett der Straßburger Rheinoper seinen Abend ankündigte, lässt keinen Zweifel. Eine Hommage an den im vergangenen November verstorbenen großen Choreografen sollte es nicht werden, «dergleichen hätte Maurice gelangweilt», wie Ballet-Chef Bertrand d’At sagte. Der ehemalige Tänzer und spätere Assistent Béjarts will den intimeren Blick auf seinen Meister werfen. Dazu stellt er ein Programm mit drei prägenden Choreografien Béjarts zusammen, in sich schlüssig und luzid.
Nur populäre Werke zu präsentieren, ist d’Ats Sache nicht. Drei Stücke also, die seiner Ansicht nach die «Quintessenz von Béjarts Kunst» sind.
Was die drei unterschiedlich ausgerichteten und auf verschiedenen Quellen basierenden Stücke, die erstmals nach Béjarts Tod aufgeführt wurden, auszeichnet, ist die frappierende Übereinstimmung von Musik und Bewegung. «Le marteau sans maître» ist von 1973, die «Sonate à trois» ziemlich genau ein halbes Jahrhundert alt und die abschließenden «Variations pour une porte et un soupir» stolze vier Jahrzehnte.
Im ersten Stück sorgen Bühnenbild und Kostüme für stimmiges Ambiente. Schwer zu entschlüsseln freilich ist, wenn schwarze ...
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