Bern: Kor’sia, Etienne Béchard «Paul Klee»

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Ihn faszinierte alles, was mit Tanz zu tun hatte. Während seiner Zeit am Bauhaus setzte sich der Maler Paul Klee intensiv mit bewegten Formen, Schwerkraft und Dynamik auseinander. Auch die Begegnung mit Tänzerinnen wie Gret Palucca und Josephine Baker hinterließen Spuren in seinem umfangreichen Werk. In stilisierten Formen und einfachen Linien hat Klee die Expressivität tanzender Körper eingefangen.

Ein fruchtbares Thema für die Choreografen, die für die Tanzcompagnie Konzert Theater Bern je ein Stück zu Klee kreieren durften.

Doch weder die Gewinner des Berner Tanzpreises, das spanische Duo Kor’sia (Mattia Russo und Antonio de Rosa), noch der junge Franzose Etienne Béchard tun das Naheliegende. Statt mit Klees Tanzenden setzen sie sich mit seinen Engeln (Kor’sia) und Handpuppen (Béchard) auseinander. Es funktioniert.

«Engel in Blau» von Kor’sia ist ein Traumgespinst. Zwei Frauen gleiten auf einer Luftschaukel hin und her. Dazu ferne Jodelstimmen, Kuhglocken, mystischer Rauch. In Zeitlupe schrauben sich holzschnittartige Gestalten in den ausgebleichten Farbraum. Überall eingeknickte Beine, skurril verbogene Glieder. Wie Klees Engel haben hier alle kleine Ticks, Schwächen und ...

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Tanz Juni 2019
Rubrik: Kritik, Seite 44
von Marianne Mühlemann

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