berlin: Gintersdorfer/Klaßen: «La nouvelle pensée noire – Chefferie»

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Scheffer ist an sich kein lustiger Name. Ausnahme: Wenn in der Fernsehserie «Mord mit Aussicht» der biedere Polizist «Mann, Mann, Mann, Chef!» in Richtung seiner Chefin mault und die mit einem schärferen «Scheffer» kontert. Klang, Kontext und die Fallhöhe zur Realität machen den Witz. So funktioniert auch die «Chefferie» im neuen Stück von Gintersdorfer/Klaßen, das beim Festival «Spielart» in München uraufgeführt wurde.

Was klingt wie ein französisches Geschäft, das – wie bei den Crêpes in der Crêperie – Varianten derselben Art bereithält, meint hier eine Ansammlung von Chefs. Der Dickere mit dem missmutigen Gesicht, die beiden Spillerigen im College-Look, der blondgefärbte DJ in enger roter Hose und Netzshirt, die Frau in schwarzen Leggings, der Kleine mit den hochstehenden Haaren, sie alle hängen ab, sehen sich an, sehen uns an, und Schauspieler Hauke Heumann stellt vor: «Das ist eine Gruppe, da sind alle Chefs. Jeder ist Chef in seinem Bereich. Eine Chefferie.»

Chefs ohne Untergebene – «nur oben, kein unten» wirft Chefs zurück auf sich selbst, ihre Konkurrenz untereinander und das, was sie auszuhandeln haben. In «Chefferie» verständigen sich die Chefs von der Elfenbeinküste wie ...

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Tanz Mai 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 32
von Katja Schneider

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