Bande à part

Berliner Clubleben

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Die Berliner Tanzszene taucht gern an Orten auf, die der Kulturbetrieb der Stadt sonst nicht im Blick hat. Am «Totentanz-Dienstag», wie er genannt wird, trifft sie sich in dieser von Hannes Heiners stählernen Monsterfiguren beherrschten Uralt-Instanz, dem Künstlerclub Eschschloraque Rümschrümp am Hackeschen Markt-. Hier steht Caroline Gerbeckx hinter dem Tresen. Einst tanzte sie bei Uwe Scholz in Leipzig, jetzt ist sie Mitglied der SR & Company.

Nie gehört? Das liegt daran, dass sich diese von Stefanie Douglas und Caroline Roggatz 2008 gegründete Truppe keinen einzigen Steuercent in die Tasche steckt. Die Tänzerinnen sind Außenseiterinnen, eine «Bande à part», wie Jean-Luc Godard sie einst nannte. Caroline Gerbeckx nennt so ihre winzige Bühne von drei mal vier Metern Fläche. Seit 2011 hebt sich hier der rote Vorhang immer zur selben Hymne, «Ich habe Angst vor diesem Tanz», aus der Feder des Musikduos Mark Boombastik & E.D. Lopez. Dann zeigt sich, was in der Szene angesagt ist jenseits der subventionierten Tanzkultur und ihrer von Jurys gesiebten Anträge: derzeit viel Comedy, vor allem aber Psychedelisches. Wer hier mit einer «physical performance» auftritt, finanziert sich durch ...

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Tanz März 2019
Rubrik: Side Step, Seite 19
von Arnd Wesemann

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