Autobiography
Was wissen wir eigentlich über Prof. Dr. h.c. Wayne McGregor, außer, dass es sich um eine choreografische Eminenz des britischen Gegenwartstanzes handelt? Geboren 1970 in Stockport, hat McGregor den Tanz beim country dance mit der Schulklasse und wenig später auf der Kinoleinwand entdeckt, als John Travolta dort den «Saturday Night Fever»-Zampano gab. Der junge Mann studiert Choreografie und Literatur am Bretton Hall College, er verfeinert seine Kenntnisse in New York und erregt gleich mit den ersten Arbeiten Aufmerksamkeit.
1992 gründet er eine eigene Truppe, von da an ist er auf dem Weg in die Champions League der internationalen Tanzmacher. Endgültig landet er dort 2006, mit der Berufung zum Hauschoreografen des Royal Ballet London – eine Position, die vor ihm nur klassische Puristen innehatten. Der eigenwillige McGregor aber fährt nicht nur zweigleisig, indem er parallel die eigene Company weiterführt. Vielmehr experimentiert er aus tiefster Überzeugung (und lustvollem Spieltrieb) auf wie hinter der Bühne. Ellenlang ist die Liste namhafter Kollaborateure aus anderen Kunstgewerken, neugierig streckt McGregor immer wieder die Fühler Richtung Wissenschaft aus, um von Robotik, ...
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Tanz April 2018
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann
Das kann in einer kleinen Kompanie schon mal passieren: Chefchoreografin Annett Göhre muss selbst auf die Bühne, für eine Tänzerin einspringen. In einer Inszenierung, die dem Publikum das Tänzer-Leben pur und ohne Lack verabreicht. Göhre teilt sich die Rolle der Marlene mit zwei weiteren Kolleginnen, Schauplatz ihrer Geschichte ist ein fiktives Stadttheater mit...
Die Kanadierin Allison Brown tanzte im New York City Ballet, bei Twyla Tharp, Amanda Miller, Saburo Teshigawara und von 1996 bis 2004 in William Forsythes Ballett Frankfurt. Seit fast 20 Jahren choreografiert und unterrichtet sie: Profis, Tanzstudenten, Amateure. Sie lebt in Frankfurt.
Allison Brown, was genau meinen Sie, wenn Sie «Moving Stories» unterrichten?
Ic...
Stadt-Land-Bund
Tanzpakt ist ein neues Tanzförder-Instrument – und ein kulturpolitischer Prototyp. Der neue Koalitionsvertrag sieht vor, dass Bund, Länder und Kommunen künftig vermehrt gemeinsam fördern, genau wie es «Tanzpakt» bereits tut. Über mindestens drei Jahre hinweg werden hier von einer Jury ausgewählte «substanzielle Projekte» finanziert. Die ersten 2,18...
