Ausstellungen, Screenings, Ausblicke November 2017
Ausstellung
Eric und Jula Isenburger
Die Wenigsten werden von Anna Jula Elenbogen jemals gehört haben. Auch unter ihrem Künstlernamen Jula Géris ist die Ausdruckstänzerin heutzutage kaum ein Begriff. Allenfalls erinnert man sich der Polin als Muse ihres Mannes Eric Isenburger. Schon während ihrer Ausbildung an der Schule Hellerau-Laxenburg und bei Gertrud Kraus steht er ihr als Kostümbildner zur Seite.
Als sie 1931 bei Margarethe Wallmann ein erstes Engagement antritt, folgt er ihr nach Berlin. Gemeinsam gelingt dem jüdischen Ehepaar über Paris, Stockholm, Südfrankreich und diverse Internierungslager schließlich die Flucht ins amerikanische Exil, wo Jula Isenburger im bewussten Verzicht auf eine eigene Karriere das Künstlertum ihres Mannes ermöglicht und für viele seiner Gemälde Modell steht. Einige davon sind jetzt im Rahmen einer Ausstellung in seiner Geburtsstadt Frankfurt/Main zu sehen. Am 8. Februar erinnert Laure Guilbert (tanz 3/17) an die Tänzerin, deren Lebensweg ihr so exemplarisch scheint für das «Exil der Tanzszene».
Basel, Museum Tinguely, www.tinguely.ch
«60 Jahre Performancekunst in der Schweiz». Bis zum 28. Jan. 2018
Dresden, Hellerau, «Rekonstruktion der Zukunft», ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz November 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 50
von Red.
Vorhang auf und: huch! So hüllenlos. Ein Hüfttuch für die ‹private parts›, das sich hinten zum String verdünnt – weniger Klamotte geht nicht. Kaum also hat der «Debut»-Abend begonnen, da wird einem auch schon ein prachtvolles Männer-Gesäß präsentiert. Das ist mal ein Auftakt für eine Kompanie! Acosta Danza aus Kuba: So heißt die neueste Preziose der internationalen...
Demokratie als Kreisbewegung. Als geometrische Figur, in der sich ein ununterbrochenes Wechselspiel zwischen Ballung und Vereinzelung, Konfrontation und Zirkulation, Passivität und Partizipation, Gewaltenteilung und Gewalt vollzieht. Dabei entspinnt sich unaufhörlich jenes Drama, das dem so komplizierten wie störanfälligen «Verhältnis des Menschen zur Herde» eigen...
Und sagte kein einziges Wort. Im Theaterstück von Heiner Müller lässt sich die Marquise nicht den Mund verbieten. Im «Quartett» von Steffen Fuchs dagegen, ein Ballett nach der gleichnamigen Vorlage von Heiner Müller, ist die Merteuil völlig verstummt. Unwirklich langsam gleitet sie anfangs über die Bühne, bevor sich kurzfristig der himmelblaue Vorhang zum ersten...
