Aufbruch

ID_Frankfurt

Tanz - Logo

Diese Küche ist ein perfekter ­Ort für konspirative Zusammen­künfte. In einer WG im Frankfurter Bahnhofsviertel sind die Wände dunkelgrün, die Wasserleitung gluckert, irgendwo hängt ein Hirsch. Hier wohnen Antony Rizzi und Norbert Pape, zwei Tänzer zweier Generationen. Rizzi tanzte jahrelang im Ballett Frankfurt, heute ist er freischaffend. Pape studierte Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und ist nun ebenfalls frei tätig.

In ihrer Küche trafen sich ein Jahr lang Tänzer, Dramaturgen und Choreografen aus der Re­gion.

Jetzt nennen sie sich ID_ Frankfurt – ID für «Independent Dance»: «Wir sind ein selbstverwalteter Zusammenschluss von Künstlern für Künstler», sagt Pape und fordert verbesserte Probenmöglichkeiten, eine Erhöhung der Fördersummen, die Überarbeitung der Förderstruktur und langfristig ein choreografisches Zentrum in Frankfurt. «Die Infrastruktur brauchen wir, um auf hohem Niveau arbeiten zu können», sagt er, und Rizzi ergänzt: «Frankfurt soll wieder eine große Tanzszene haben. Forsythe und sein Ensemble haben dazu beigetragen, es gibt seitdem ein gebildetes Pu­­blikum, das viel zu wenig Tanz zu sehen bekommt.»

Die Feuerprobe hat ID_ Frankfurt hinter ...

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Tanz März 2010
Rubrik: Menschen, Seite 28
von Esther Boldt

Vergriffen
Weitere Beiträge
Siegerehrung

holte in diesem Jahr Cristian Emanuel Amuchastegui aus Argentinien gleich zweimal für die USA. Der Junge aus der Houston Ballet Ben Stevenson Academy erhielt den Publikumspreis und ein Stipendium. Sein Kommilitone Aaron Sharratt  wurde ebenfalls ausgezeichnet. Nicht schlecht fuhr auch die Elmhurst School for Dance im britischen Birmingham: Ihr Schüler Lewis Turner...

Masterclasses

Workshops im Rahmen von «Tanz hoch zwei» in der Tanzfabrik Berlin: «Making the Body All Eyes», psychophysisches Training, Phillip Zarrilli, 22.–26. März; «Superheroes», Interaktionen, Carlos Pez und Peter Pleyer, 24.–26. März; «Hoodwinks & Hijinks», Strategie­spiele für Tänzer & Choreografen, ­Jeremy Xido, 27. März; «Butoh deconstructed», Astrid Endruweit, 28.–30....

Ausbildung

Für eine Entdeckung, und sei sie noch so entlegen, ist der Mann immer zu haben. «Vor ein paar Monaten», erzählt Jason Beechey, Leiter der Dresdner Palucca-Schule, «hat mir eine Mitarbeiterin einen Text in die Hand gedrückt. Darüber stand ‹Tanzabstraktion›, und das Ganze las sich absolut zeitgenössisch.» Beechey rätselte, wer wohl diese knappen Direktiven zu Papier...