Anna Huber
Für Ausdauer, Konsequenz und Nachhaltigkeit: Seit mehr als zehn Jahren leistet Anna Huber mit ihren Recherchen zum tanzenden Körper im Raum Herausragendes. Es gelingen ihr immer wieder neue Perspektiven und Akzentuierungen; sie wagt Grenzgänge und bleibt trotz aller Akribie flexibel und offen. Kein Stück gleicht dem anderen, doch alle sind unverkennbar Anna Huber.
Seit ihren frühen Soli, die international beachtet wurden – «in zwischen räumen» war das erste –, über die Duette mit Tänzerkollegen und Musikern, bis hin zu ihren Gruppenstücken, auch für andere Ensembles, in allem überzeugt Anna Huber mit Strenge. Der Arm auf der Treppenstufe, das Bein im Türrahmen – winkelige Angelegenheiten in perfekter Entsprechung zur Architektur des Raums, in dem sie sich bewegt. Hinter der formalen Kühle pulsen dabei Kraft, Temperament und – Humor. Mit ihrer letzten Arbeit «hierundoderhierundoderhierundoderdort» (in St. Gallen als Teil von «Two Ones») hat sie endgültig bewiesen, dass sie das Zeug zum Klassiker hat. Anna Huber zeigt: Qualität setzt sich doch durch – und das lässt hoffen.
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