André Gingras: «nel foco che gli affina»
Wieso kommt ein kanadischer Choreograf nach Nürnberg, in die deutsche Stadt, in der man, wenn man kann, am behaglichsten lebt? Will er uns Dantes Purgatorium, will er das Fegefeuer zeigen? In der Spielzeughauptstadt, Lebkuchen- und Christkindlmetropole, der süffigsten Wein- und Bierschwemme Deutschlands? Für André Gingras, der mit seinem zierlichen Vollbart wirkt wie ein adretter Gutmensch auf den letzten Stufen einer mittleren Managementleiter, ist die Hölle offenbar dort, wo lauter wohlständige Gutmenschen sich im Paradies der ewigen Dämmerung zwischen Walkman-Konsum und Online-Sho
pping langweilen.
Also hier. Er, der schon seine «Theories of Excess» choreografierte, der auf politische Notwendigkeit pocht, wenn er in «CYP17» die Gentechnik anklagt und den westlichen Sicherheitswahn in «The Sweet Flesh Room» durch den Kakao zog, der in «The Lindenmeier System» die Migration als biologische Notwendigkeit bewies, gegen die Unnatur der Grenzen, er kommt in Nürnberg an – und streckt alle viere von sich.
Warum? Sein neues Experiment verzichtet auf seine Autorschaft, wenigstens sieht es so aus. Er hat sechzehn Tänzer gefragt, was für sie die Hölle sei. Und siehe, die Hölle ist all ...
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the great strategic mind of Swedish dance, has passed away. For the forty years of his professional life, Zetterberg was one of the most influential personalities of Swedish dance. His greatest achievement was the founding of Dansens Hus in 1991 – a masterpiece of sheer endurance and skilful handling of bureaucrats and politicians. He often called himself a...
