ana

Ohne Beine tanzt Tamar Borer zwischen Palästina und Israel – eine Tänzerin ohne eigenes Stehvermögen geht in den Widerstand.

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«Sie schwebt zwischen ihrer Fähigkeit, sich frei bewegen zu können, wenigstens scheinbar frei, und dieser absoluten Stummheit ihres Tanzes. Wenn man über Tanz spricht, denkt man doch instinktiv an die Schritte, jedenfalls an etwas, was mit Füßen zu tun hat. Tamar Borer hat Füße, die sich dem Tanzen verweigern, aber aus genau dieser Verweigerung heraus entsteht ihr Tanz.» So lobte sie der verstorbene tschechisch-israelische Dichter und Tanzliebhaber Hezi Leskly.



Nach fast 20 Jahren kehrt Tamar Borer, die israelische Tänzerin, zu «Montpellier Danse» zurück, dem Festival, das sie jetzt mit ihrem Solo «Ana» beehrt. Das Fußgefühl, von dem Leskly spricht, verlor sie ein Jahr nach ihrem letzten Auftritt in Montpellier, 1990, bei einem Autounfall auf dem Weg zum Toten Meer, als der Winddruck eines entgegenkommenden Lastwagens ihren Wagen ins Schleudern brachte und sie ungebremst den Hügel hinabraste.Tamar Borer überlebte, ihre Beine blieben taub, wodurch – was sicher schien – die Karriere dieser jungen, talentierten Tänzerin am Ende war.

Die Serpentinenstraße am Toten Meer führt 400 Meter unter dem Meeresspiegel zum tiefsten Punkt der Erdoberfläche. Das Wasser des blauen Sees mitten in der ...

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Tanz Juni 2011
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Ora Brafman

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