amsterdam: sharon eyal und gai behar
Sie war viele Jahre eine Säule der Batsheva Dance Company und Muse Ohad Naharins. Nun hat Sharon Eyal gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Gai Behar den Schritt in die Unabhängigkeit getan und die Kompanie L-E-V gegründet, die das hebräische Wort für «Herz» («Lev») im Namen trägt. Ihr Debüt gab die Kompanie mit dem Stück «House», einer Erweiterung der kurzen Choreografie «Hofesh’s Work», mit der Eyal kurz vor ihrem Weggang von Batsheva für ein abgesagtes Stück von Hofesh Shechter eingesprungen war.
«House» als echten Durchbruch zu begreifen, ist schwierig.
Die Choreografin hat einige starke Batsheva-Tänzer mitgenommen, die sich bei L-E-V einen künstlerischen Neustart erhofften. Immerhin: «House» kann man zu Eyals besseren, da komplexer geschichteten Kreationen zählen. Umgesetzt wird es von acht Tänzern, die im Interpretieren von Eyals singulärer, auf Gaga-Technik und body perception aufbauender Bewegungssprache bestens geschult sind.
Eyal und Behar schnitten das Stück unmittelbar nach seiner Premiere auf alternative Räume zu, um es für ungewöhnliche Spielorte – ein renoviertes Jerusalemer Spital und zuletzt ein Lagerhaus in einem angesagten Stadtteil Tel Avivs – tauglich zu machen. In ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 46
von Ora Brafman
im november: politik_________
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