Akram Khan
Akram Khan,
Ihre Arbeit verteilt sich auf drei Bereiche, auf Solo-Performances, die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und auf Gruppenstücke. Wie verhalten sich diese Bereiche zueinander? Der Kathak-Tänzer und der zeitgenössische Choreograf in mir liegen sehr eng zusammen, der Kathak-Tänzer liegt sogar ganz knapp vorn.
Aber, um nicht missverstanden zu werden: ich mache zeitgenössische Kunst, deren Grundlage vom Kathak inspiriert ist, von dessen Energie, Haltung und Gesten und von den Gegensätzen, die immer gleichzeitig existieren, von Geschwindigkeit und Ruhe, Technik und Spiritualität, Bewegung und Erzählung. Jetzt unterbreche ich zum ersten Mal die Arbeit mit der Gruppe für eine neue Zusammenarbeit mit Sylvie Guillem, dann, nach einem weiteren Gruppenstück, mit der Schauspielerin Juliette Binoche.
Sie setzen aber auch Ihre Solo-Arbeit mit neuen Werken fort. Sogar mehr und mehr. Interessanterweise gibt es eine große Nachfrage von zeitgenössischen Festivals – vielleicht wollen die Leute wissen, wo die Basis meiner Arbeit liegt. Ich selbst spüre ein großes Bedürfnis, mich stärker auf mich als Performer einzulassen.
Ihre letzten Stücke sind nicht mehr rein abstrakt, sondern haben ...
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July 5, 2005 – a day like any other at the Gulbenkian Ballet. Rehearsals, talks on the corridors, everything going smoothly. Then the news came. The ballet company had ceased to exist a few hours earlier. Suddenly all rehearsals had to end, commissions were suspended (paid for but never premiered), no more tours, no more shows.
Reactions of incredulity came from all...
Das Beste zuerst. Halb nackt hebt Cynthia Loemij den Arm, kaum dass Taka Shamoto vorüberhuschend im Dunkel wieder verschwunden ist. Leer ist das Théâtre de la Monnaie. Keine Weintraube scheint zur Hand. Nicht ein einziger Ton erklingt. Und doch ist dieser «Nachmittag eines Fauns», der den «Abend eines Tages» präludiert, erfüllt von einer inneren Musik – und jede...
Gerald Siegmund, frischgebackener Tanzprofessor in Bern und Korrespondent dieser Zeitschrift, hat seine Habilitationsschrift Abwesenheit – Eine performative Ästhetik des Tanzes veröffentlicht. Die üblichen 500 Seiten sind kein Pappenstiel. Aber keine Angst. Der Kritiker Gerald Siegmund hat dem Akademiker über die Schulter geschaut. Minuziös beschreibt er die von...
