Abwickler oder Retter des Tanzpreises?

Martin Puttke

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Königsmord, Umsturz, Intrigen, Machtkämpfe – das Vokabular, das derzeit in Verbindung mit dem «Deutschen Tanzpreis» fällt, klingt mehr nach Shakespeare-Drama als nach deutscher Vereinsmeierei. Tragödie oder Komödie? Es liegt im Auge des Betrachters.

Ronald Hackelberg zum Beispiel, Ex-Vorstandsmitglied des Fördervereins Tanzkunst Deutschland (FTD), lacht mittlerweile auch mal laut auf, wenn er die Turbulenzen der vergangenen Monate Revue passieren lässt. Ulrich Roehm dagegen, der als Gründer des Preises gilt, sucht in Spanien Erholung von den Strapazen.

Er sieht sein Lebenswerk «vernichtet» und den FTD, der den Preis alljährlich im Essener Aalto Theater ausrichtet, «eliminiert». Zwar hat die Mitgliederversammlung Mitte November einen neuen Vorstand gewählt mit dem Auftrag, eine Arbeitsgruppe zur Umstrukturierung des Preises zu bilden und den Verein anschließend aufzulösen. Doch scheint der 83-jährige Ehrenvorsitzende kein Vertrauen in den neuen 1. Vorsitzenden Martin Puttke und sein Team zu haben: «Es stellt sich die Frage, ob diese neue Konzeption der originären Vision des Tanzpreises entspricht, oder ob er meint, auch neue Wege beschreiten zu müssen.» Dies sei  ...

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Tanz Januar 2017
Rubrik: Persönlich, Seite 34
von Bettina Trouwborst

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