2015
Wir schreiben das Jahr 2015. Der «Tanzplan Deutschland», ein nach dem Prinzip der matching funds gestricktes Projekt aus kommunaler und regionaler Tanzförderung und Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, ist vor genau fünf Jahren beendet worden. Was hat man in diesen letzten fünf Jahren getan, damit die Investitionen der Jahre 2005 bis 2010 nicht völlig vergebens waren?
Madeline Ritter: 2015 sind viele Entwicklungen weitergegangen, die vor jetzt zehn Jahren angestoßen wurden. Zum Beispiel die Ausweitung der Tanzzonen von den Metropolen auf die Regionen.
Das Frankfurter «Tanzlabor_21» ist mit seinen Tanzprojekten in ganz Hessen aktiv, die Münchner Tanzplaner infiltrieren bayernweit die Schulen mit Tanz. Weltweit zieht es den Nachwuchs nach Deutschland, zum Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz nach Berlin, zu PACT Zollverein nach Essen, in die Residenzen am Choreografischen Zentrum K3 in Hamburg und in der fabrik Potsdam. Stadttheaterkompanien haben nach dem Vorbild des «Norddeutschen Tanztreffens» das Touren in ihren Spielplan aufgenommen, und Scharen von Jugendlichen sind mittlerweile ein neugieriges und kritisches Publikum geworden.
Frank Ottersbach: Nicht zu vergessen die vielen ...
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Die Landeshauptstadt ist Tanzhauptstadt. Das Dresden SemperOper Ballett beschäftigt 56 Tänzer und zwölf Eleven von der Palucca-Schule, hat zwei Premieren in der Saison, zeigt 71 Aufführungen und hat einen Etat von 4,9 Millionen Euro. Die kleine szene, Kammerbühne in Mary Wigmans ehemaliger Schule, schließt als Spielstätte ihre Pforten, neun Gastspiele gab es dort...
Die Tanzszene in Mecklenburg-Vorpommern ist relativ groß, obwohl allein am Staatstheater Schwerin ab der Wende bis 1995 ganze 170 Stellen gestrichen wurden. Mit drei Positionen weniger gegenüber den 18 zu Zeiten von Joachim Ahne 1991/92 kam das Ballett aber eher glimpflich davon. Seit 2004 trainiert es Jens-Peter Urbich und arbeitet mit Gastchoreografen; Dominique...
«Ich werde ein paar Tage in Athen sein, ich habe ein wenig Zeit, lass uns treffen!», sagte ein deutscher Freund, der unsere Hauptstadt nach langer Zeit wieder besuchen wollte.
«Gern», sagte ich, «wo willst Du mich treffen?»
«Lass uns in das Café gehen, in dem wir früher oft waren.»
«Ja, warum nicht», sagte ich, hatte ihn aber unterbrochen.
«Gibt es das noch?», hörte...
