Martine Dennewald, erreicht ein Festival wie die «Theaterformen» wirklich ein anderes Publikum als herkömmliche Theater?
Ja, das weiß ich sogar relativ genau, weil es dazu Befragungen gab. Ich weiß, dass mein Publikum im Schnitt zwanzig Jahre jünger ist als das Publikum der Stadt- und Staatstheater. Ich weiß, dass wir eine große Anzahl von Menschen locken, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen, und ich weiß, dass das Publikum nur selten aus Braunschweig kommt, wenn die «Theaterformen» in Hannover stattfinden, und umgekehrt.
Denn sie wechseln jährlich zwischen den beiden Städten. Die nur 70 Kilometer auseinanderliegen. Die Ignoranz erklärt sich aus historischen und sportlichen Rivalitäten, trotz Shuttle-Bus.
Liegt es vielleicht daran, dass den «Theaterformen» der angesagte Name fehlt, der für eine Saison auf möglichst vielen Festivals die Runde macht?
Sobald irgendeine Berühmtheit auftritt, höre ich im Journalismus sofort, wie fatal das für die Festivallandschaft sein soll. der Vorwurf kommt aber nie vom Publikum. Das reist nicht viel, und das gilt auch für die allermeisten Journalistinnen und Journalisten. Was das Publikum wirklich mag, das entscheidet sich stets erst am ...
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Tanz Juli 2019
Rubrik: , Seite 50
von Arnd Wesemann
Jean-Hugues Assohoto, mal wird Ihr Unterricht mit «zeitgenössisch» gelabelt, mal mit «modern». Was ist für Sie der Unterschied?
Viele Veranstalter sehen zeitgenössischen Tanz eher improvisations- denn technikbasiert. Aber obwohl es bei mir ganz konkret um die Frage geht, wie man Bewegungen technisch beherrscht, sehe ich mich als Lehrer im Zeitgenössischen.
Sie...
Deutschland
Berlin
Admiralspalast
«CHICAGO – The Musical». 3.–13. Juli;
www.admiralspalast.theater
Akademie der Künste, Hanseatenweg
«Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes», Ausstellung, Aufführungen, Workshops, diskursives Programm und Campus. 24. Aug. – 21. Sept.;
www.adk.de
Anhalterbahnhof Premiere
«Fremdgehen: Demonstrationsgebiet 4»,...
Der Vorschlag geht auf Alexander Pereira zurück. Seit der Österreicher der Mailänder Scala als Intendant vorsteht, setzt die Ballettkompanie des Opernhauses auf die Produktion eines «Kammermusik-Balletts» pro Saison. Den Mailänder Tänzerinnen und Tänzern bietet dies die seltene Gelegenheit, mit jeweils einem renommierten Künstler ein Projekt zu erarbeiten, das...
