avignon: für eine bastion immateriellen kulturguts
Boris Charmatz, es gab viel Aufregung um das Festival von Avignon, als Kulturminis-
ter Frédéric Mitterrand entschied, ab 2013 den Theaterregisseur Olivier Py mit der Leitung zu betreuen. Py unterstrich sofort, dass er das Sprechtheater «verteidigen» werde gegen den «bösen» Tanz. Wie sehen Sie als diesjähriger artiste associé das Verhältnis zwischen den Kunstsprachen beim Festival?
Ich situiere mich überhaupt nicht in einer Polarität. Wir sind Künstler, fertig. Da war eine wunderbare Inszenierung von Claude Régy, «4.48 Psychosis» von Sarah Kane.
Das läuft unter Sprechtheater, aber alle Tänzer gingen hin. Wenn in Régys Regie Isabelle Huppert den Arm hebt, ergibt das einen der schönsten Tanzmomente überhaupt. Daher haben wir uns nie die Frage gestellt, wie viel Theater oder Tanz nun im Programm sind.
Wie verlief denn die Arbeit mit Hortense Archambault und Vincent Baudriller, den Noch-Intendanten des Festivals?
Mir gefiel, dass es ihnen nicht um Medienhype oder kurzfristige Aufmerksamkeit geht, obwohl sie unter starkem Erwartungsdruck stehen. Die Methode, jedes Jahr einen neuen artiste associé zu bestimmen, erlaubt es ihnen, langfristig zu denken. Wir haben ja nicht in dem ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: menschen, Seite 28
von Thomas Hahn
...wird im Herbst 2012 Nachfolgerin von Matthias Lilienthal. Seit 1995 leitet sie die ensemblelose Schouwburg in Rotterdam, seit zehn Jahren auch das dortige Theaterfestival der spartenfreien Szene. Mit dem Hebbel am Ufer übernimmt sie in Berlin einen «Durchlauferhitzer», der unter anderem Constanza Macras, Showcase Beat Le Mot und die Tanzfestivals «Move Berlim»...
Vor dem spanischen Klosterbau wiegen sich Palmen. Baumblüten leuchten im grellen
Sonnenlicht. Fast jede Straßenecke in der maroden Altstadt von Havanna hat solch malerischen Reiz. Gegenüber dem restaurierten Convento de Nuestra Señora de Belén befindet sich mitten in Havanna das Tanzzentrum von Lizt Alfonso. Die in Kuba populäre, durch ihre Gastspiele mit...
Für eine Autobiografie fehlte ihm die Zeit. Aber Zeugnisse seiner Freundschaft gibt’s zuhauf. Ria Schneider hat nicht wenige davon gesammelt und im großzügig ausgestalteten Buch «Erinnerungen an José de Udaeta» zu einer Dankesgabe gebunden. Von Brita Adam bis Tomás Zybura reicht die Liste von insgesamt 88 Autoren, die mal beredt, mal weniger beredt Auskunft geben...
