Brief aus Riga
Traditionell ist das Weiße Haus ein Gebäude von höchster staatstragender Bedeutung, etwa die Residenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten oder das Gebäude der russischen Regierung in Moskau. So etwas gibt es auch in Riga. Hier wird die Lettische Nationaloper so genannt, wo seit 1919 auch das Rigaer Ballett zu Hause ist.
Das majestätische schneeweiße Gebäude an den Ufern eines Kanals, umgeben von hübschen Parkanlagen mit jahrhundertealten Eichen, wurde 1860 für das örtliche Deutsche Theater gebaut und später ein Musiktheater, an dessen Dirigentenpult schon Richard Wagner gestanden hat. Riga war eine kosmopolitische Hansestadt, auf halbem Weg zwischen Russland und dem Westen. Hier tanzten alle europäischen Berühmtheiten. Über Riga emigrierten nach der russischen Oktoberrevolution 1917 die Künstler der kaiserlichen Theater, darunter Michail Fokine, Anna Pavlova, Tamara Karsavina und Olga Spessivtseva.
Geleitet wurde das Rigaer Ballett vom berühmten Nikolai Sergeyev , der die Aufzeichnungen mehrerer Dutzend alter Ballette außer Landes brachte. Sie befinden sich heute in der Bibliothek der Harvard-Universität als Quelle für Rekonstruktionen. Ende 1920 ließ sich in Riga die ...
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Pina Bausch zeigt in der Pariser Oper ab 4. Februar wieder ihre Tanzoper «Orphée et Euridice» – bis zum 19. Februar im Palais Garnier. In London nimmt sie schon am 13. Februar «Café Müller» wieder auf, das im Sadler’s Wells zusammen mit ihrem 1975 entstandenen «Frühlingsopfer» bis zum 22. Februar zu sehen sein wird.
Zu diesem «Sacre» fand vor zwei Jahren in...
The dance-opera “Orphée” by Mats Ek for the Swedish Royal Opera is an excit-ing interpretation of the Greek myth of Orpheus and Eurydice based on Gluck’s opera “Orphée,” created in 1762 and revised by Berlioz in 1859. The score is honourably interpreted by conductor Sir Richard Armstrong and the Swedish Royal Opera Orchestra.
The stage set is by artist Marie Louise...
Maurice Béjart gehörte in Lausanne zu Weihnachten wie Eier zu Ostern. Im Advent pilgerte man gern zu seinen immer ausverkauften Vorstellungen, trank in der Pause ein Glas Champagner. Jedes Jahr ein neues Stück, das war sein Geschenk an die Stadt, seine Heimat seit 1987. Diesmal ist alles anders: der Maître starb vier Wochen vor der Uraufführung. Im Théâtre de...
