groningen: laor, sheinfeld, levi «big mouth»
Im Gleichschritt, rechts, links, rechts, links, ziehen sie zu dritt im Viereck über die Bühne. Ruhig, nicht zu langsam, keineswegs aggressiv, trotzdem entschlossen. Vielleicht das souveräne Militär von morgen. Dann erste Veränderungen in der kleinen Einheitsformation aus zwei Männern in Schwarz und einer Frau in Blau-Weiß: Richtungswechsel, Rückwärts- und Kreuzschritte, Schwingen und ab und an ungebührliches Schlenkern der Arme.
Im semimilitärischen Bewegungsablauf sind Volkstanzschritte zu erkennen – zweifellos herrscht eine Nähe zwischen einer eigentlich positiven und einer durchaus problematischen Art der Gemeinschaftsbildung.
Die Tänzerin fällt aus der vereinheitlichten Bewegung, wird zum Zentrum aller Begegnungen, agiert aktiv und passiv, ist der emotionale Brennpunkt des Stücks: Freudig erregt läuft sie auf ihre Partner zu, wird von ihnen hin und her geworfen, um die Schultern gefasst und mit dominanter Zärtlichkeit von ihnen abgeführt. Chancen und Zwänge des Kollektivs, welches das ausbrechende Individuum gewähren lässt, es entschieden zurückholt – so einfach führen Oren Laor, Niv Sheinfeld und Keren Levi vor, wie Israels Gesellschaft im Inneren und in ihrer ganzen ...
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Wenn ich an den Körper denke, denke ich an ihn zunächst ohne Kleidung. Die Haut und die Muskeln übermitteln eine unbeschreibliche Direktheit und Ehrlichkeit. Sie verraten und übertragen alles sofort, jede Regung, jede Spannung, jede Berührung, jede Anstrengung.
Als «Abdrücke» in Brüssel im kleinen Park vor dem Théâtre de la Balsamine gezeigt wurde und männliche...
Vor 25 Jahren entrümpelten Amie Swanson, Fabrice Dugied und Freunde eine alte Manufaktur auf den Hügeln des Pariser Arbeiterviertels Belleville. Gerade feierten sie drei Tage lang das Jubiläum, mit Koffi Kôkô, Daniel Larrieu und anderen. Damit dem Traum nicht die (finanzielle) Luft ausgeht, üben sie jetzt das Networking. Mitten in Paris schufen sie zusammen mit...
