Adieu: RŮžena Mazalová
Ein Leben lang hat Růžena Mazalová weitergegeben, was Tanz für sie bedeutete: Leidenschaft, Ernsthaftigkeit, Freude, Disziplin, Ausdauer und Humor. 1926 geboren, wurde sie Tänzerin in Prag, studierte dann Pädagogik und Choreografie an der berühmten Moskauer Akademie für Theaterkunst, GITIS. Das so erworbene methodische Wissen und ihre Bewunderung für die Bandbreite des Choreografen Erich Walter, der an der Rheinoper in Düsseldorf/Duisburg tätig war, trugen zum Aufblühen der dortigen Kompanie maßgeblich bei.
Am Prager Konservatorium hat sie die Frauen meiner Klasse unterrichtet, während die Männer von Petr Vondruška trainiert wurden. Nach der Okkupation der Tschechoslowakei durch sozialistische «Bruderarmeen» emigrierte meine Familie 1969 nach Westdeutschland. Mein Ziel war eigentlich Folkwang in Essen. Aber ein Halt in Düsseldorf – und ich war ab 1. Oktober bei Erich Walter engagiert. Bestimmt hat Růžena Mazalová ein Wort für mich bei ihm eingelegt! Ich absolvierte fünf intensive und glückliche Lehrjahre mit und unter Erich Walter, als dessen rechte Hand Růžena amtierte. Ihre gemeinsamen Inszenierungen von «Schwanensee» und «Giselle» fanden internationale Anerkennung. Růženas ...
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Tanz Juni 2019
Rubrik: Side Step, Seite 16
von Ivan Liška
Im Alltag sorgen sie häufig für Verdruss, weil sie sich gern in Windeseile verkrümeln. Falscher Waschgang, zu viele Schleuderumdrehungen – schon sind die Socken ruiniert. Aber auf der Bühne können sie einen sogar richtig in die Bredouille bringen: Wer die Tanzsocke nicht genauso sorgfältig auswählt wie den Spitzenschuh oder das Schläppchen, der landet ganz schnell...
Packend und dicht, im idealen Zusammenwirken von Choreografie und Musikauswahl und mit einem faszinierenden Hauptdarsteller adaptiert James Sutherland das Shakespeare-Drama. Es wird ein modernes Tanztheaterstück daraus, das sich mit filmischen Schnitten, gesprochenen Texten und abstrahierten Szenen so weit wie möglich vom braven Erzählballett entfernt, selbst wenn...
Ben J. Riepe erhält die «Tabori Auszeichnung 2019». Seine Düsseldorfer Kompanie wird geehrt «für ihre choreografischen Umstürze und Aufbrüche auf Bühnen, in Museen und Straßen, durch die sie sich eine herausragende Position im Tanz erarbeitet hat.» Das stimmt, und Riepe wird am 9. Juni mit seinem jüngsten Stück «Medo/Angst» beim Kölner «Sommerblut Festival» erneut...
