mithkal alzghair
Mithkal Alzghair, Sie haben in Paris mit Ihrem Trio «Déplacement» den Wettbewerb «Danse élargie» am Théâtre de la Ville gewonnen. Wenn wir Europäer das Stück sehen, scheint es uns mit Krieg, Gewalt und gleichzeitig mit traditionellen Tänzen in Verbindung zu stehen. Gar nicht so falsch. Als ich die Arbeit zu «Déplacement» begann, lebte ich bereits seit mehreren Jahren in Frankreich und tauschte nach und nach meinen Status als Migrant gegen den des Künstlers ein. Das lief parallel zur Intensivierung der Kriegshandlungen in Syrien.
Woher stammen Sie? Ich komme aus einem Dorf, das in der Hauran-Region im Südwesten Syriens liegt, nahe der Stadt As-Suwayda. Das Territorium wird mehrheitlich von Drusen bewohnt, das kollektive Bewusstsein ist von der Besatzung durch die Osmanen und später durch die Franzosen geprägt. Fremdherrschaft, Krieg, Widerstand und Revolution brachten eine besonders enge und intensive Beziehung der Menschen zu Erde, Wurzeln, Traditionen und Identität hervor. Eine sehr schöne Region!
Was macht die traditionellen Tänze Syriens aus? Der Dabke gehört zu Syrien, Palästina, Libanon, Jordanien und Teilen des Irak und der Türkei. Er ähnelt Tänzen, mit denen ich mich in ...
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Tanz November 2016
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Thomas Hahn
Zwischen Europa und Afrika den Spieß einfach mal umdrehen. «Mozart kolonisieren», nennt Robyn Orlin das. Und macht daraus eins der besten Soli seit Langem. Ausgangspunkt: Johannesburg. Ziel: Ein «Requiem für die Menschheit». Bei so viel Ambition ist der ganze Titel noch etwas länger als bei Orlin üblich: «And so you see… our honourable blue sky and ever enduring...
Sachte setzt die Musik ein, wie ein leichtes, gleichmäßiges Schreiten. Für ein paar Momente bleibt es allein im Raum, dann fädeln sich zwei weitere Hände ein. Zwanzig Finger braucht es, um Franz Schuberts Klavier-Fantasie in f-Moll aus den Tasten zu zaubern. 1828 entstanden, scheint das Stück seiner Zeit vorauszueilen. Fast minimalistisch wirkt die Melodie, bevor...
wird, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Stadtrat, ab der Spielzeit 2018/19 das Europäische Zentrum der Künste Dresden in Hellerau leiten. Damit beerbt sie Dieter Jaenicke, der seit 2009 das einst als Bildungsanstalt für Rhythmik erbaute Festspielhaus in der Gartenstadt Hellerau zum Erfolg geführt hat. Carena Schlewitt kehrt mit der Direktionsübernahme nach...
