Primaballerina
Swetlana Sacharowa und Uljana Lopatkina sind Stars, die zu porträtieren sich immer lohnt. Ob man die Ballerina des Moskauer Bolschoi-Balletts deswegen allerdings gleich zur «Zarin des Tanzes» küren muss und ihre Kollegin vom Mariinski-Ballett zur «Seele des Tanzes», sei dahin gestellt. Wichtiger ist, inwieweit es Laurent Gentot schafft, das Spezifische beider Solistinnen anschaulich zu machen – das gelingt ihm nicht. Arg geschwätzig gerät vor allem der Beitrag über die erblondete Bolschoi-Ballerina. Viel zu kurz sind die Szenenausschnitte.
Selbst die werden zeitweilig noch geschwärzt durch ein Insert. Nicht zuletzt aber bleibt er den Beweis einer Kritikerbehauptung schuldig, Swetlana Sacharowa wäre als Giselle eine «kleine Ballettrevolution» gelungen. Völlig abwegig erscheint auch der Vergleich mit Sylvie Guillem, solange Gentot ihre Zeitgenossenschaft gerade mal mit einem Duett von Alexei Ratmansky bezeugt.
Da ist die andere Primaballerina besser bedient. Uljana Lopatkina ist nicht bloß in «Schwanensee» zu sehen, sondern auch in «La rose malade» von Roland Petit sowie in «La valse» und «Diamonds» von George Balanchine. Großartig ist sie in «Trois gnossiennes» eines nicht ...
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