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Für viele geht es in erster Linie um Diana Vishneva, die Mariinski-Queen. Wegen ihr wollen sie das Werk vor allem sehen. Aber Diana warnt: «Das fühlt sich an wie Ballett fürs 21. Jahrhundert. Wenn Sie das gesehen haben, wird traditionelles Ballett auf Sie für immer wirken wie die reine Zeitlupe.» Wollen Sie das wirklich?
Diana Vishneva ist nicht überall mit auf Tournee.
In Amsterdam, zur Uraufführung im Muziektheater, spürte man ihre eigene Wucht auch nur am Schluss, als ihr zwei Tänzerinnen zu Füßen liegen und sie das Zitat des sterbenden Schwans skizziert, sobald sie sich aus den Leitplanken ihres Partners Jason Shipley-Holmes befreien kann. Es war Édouard Locks einziges Zugeständnis oder, so man will, seine Hommage an die berühmte russische Ballerina, die sich im Gegenzug in den diplomatischen Dienst für seinen Fortschritt in der Ballettkunst stellt.
Das Schwanenzitat kann auf anderen Stationen der Tournee auch schon mal entfallen. Lock legt niemals Wert auf symbolische Gesten. Er braucht keine pantomimischen oder motivierenden, den Charakter und seine Gefühle in die Luft malenden Expressionen. Bei diesem Meister aus Kanada ist der weibliche Körper seit je ganz bestimmt kein ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: produktionen, Seite 18
von Arnd Wesemann
Das New York City Ballet lebt von George Balanchines reichem Erbe, die Kopenhagener Kompanie vom Bournonville-Repertoire, das Hamburg Ballett von John Neumeiers Werken. Der Ruhm des Stuttgarter Balletts beruht im Grunde auf drei Stücken, auf John Crankos Abendfüllern «Romeo und Julia», «Der Widerspenstigen Zähmung» und «Onegin», von denen letzterer in den...
Hier ist nichts mehr so, wie es bisher war. In Guilherme Botelhos 18. Stück seit 1994 ist die Bühne nackt, sind die Tänzer seiner Kompanie Alias anonym und die Gesten alles andere als alltäglich. Hier stehen keine Möbel mehr herum, niemand ruft länger mit etwas Wasser auf glitschigem Boden ein Schwimmbad ins Leben, und keiner verzappelt sich noch, weil seine...
Bitte kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang.
Ich lernte Ballett und Modern Dance und studierte an der Schule von Martha Graham in New York. Die Technik passte gut zu mir, bei der richtigen Lehrerin verstehst du, dass es nicht um hart oder krampfig geht. Nach der Arbeit mit diversen Choreografen ging ich zurück nach Triest, fing an zu unterrichten und suchte...
