zur biomechanik
Die Zusammenarbeit mit Gennadi Bogdanow, einem Dozenten für Biomechanik an der Russischen Theaterakademie, begann 1991 am Mime Centrum Berlin. Biomechanik nannte Wsewolod Emiljewitsch Meyerhold Anfang des letzten Jahrhunderts seine Methode als Eintrittskarte des Menschen ins wissenschaftliche Zeitalter. «Das erste Prinzip der Biomechanik: Der Körper ist eine Maschine, der Arbeitende ist der Maschinist.» Der am 2.
Februar 1940 hingerichtete Theatererneuer wollte statt eines nachahmenden einen grafisch wirkenden Bewegungs- und Gestenstil einführen, der die Figuren verfremdet, überhöht, auch karikiert. In seinen nun im Alexander Verlag wieder aufgelegten Materialien findet sich dessen Begeisterung für den Taylorismus, die Industrialisierung des Menschen: «Beobachten wir einen erfahrenen Arbeiter, bemerken wir an seinen Bewegungen: 1. das Fehlen überflüssiger, unproduktiver Bewegungen; 2. Rhythmik; 3. ein richtiges Gefühl für den Körperschwerpunkt; 4. Ausdauer […] die Arbeit eines erfahrenen Arbeiters erinnert stets an einen Tanz, hier grenzt die Arbeit an Kunst.» Meyerhold, der in der Uraufführung von Michail Fokins «Le carnaval» als Pierrot auftrat, wollte sich damit auch vom ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der Hamburger Ballettchef John Neumeier sucht Nijinsky überall, den Startänzer der Ballets Russes. Fast wirkt Neumeier selbst wie ein Sergei Diaghilew, der als Waslaw Nijinskys Mäzen kein Impresario sein wollte, «denn Impresarios galten als Diebe». Von Kindesbeinen an ist Nijinsky sein Vorbild; auch eins von Neumeiers Hauptwerken heißt «Nijinsky». Seine Tänzer...
Ein leeres, weißes Tanzpodest erhebt sich in der Werkstattbühne des Pfalztheaters, oben von einem Fries mit Bildern aus der Zeit der Ballets Russes umgrenzt. In der Mitte steht ein Stuhl für Sergei Diaghilew, der in seinem weißen Anzug das Spiel auf der Bühne in Gang setzt. Er sieht Ausschnitte aus «Giselle», aus Bronislawa Nijinskas «Les noces» und «Les biches»,...
Deutschland
Altenburg
Landestheater
Das ThüringenBallett tanzt zu Musik Strawinskys: «Le sacre du printemps» von Nils Christe und «Der Feuervogel» von Uwe Scholz. 5. April
«Fado = Schicksal»: Hugo Viera sucht nach der portugiesischen Seele. 17. April
Aschaffenburg
Stadthalle am Schloss
Das Nederlands Dans Theater 2 gastiert mit «Minus 16» von Ohad Naharin, «Gods...
