Nordrhein-Westfalen
Allein im Mai 2010: 139 Tanzvorstellungen. Fast so viele sind es auch sonst, außer im Sommerloch. Davon entfallen 40 auf die zehn Stadttheaterensembles in zwölf Städten, von insgesamt 25 «öffentlich getragenen Theatern». Die Kulturabteilung der Staatskanzlei förderte Tanzensembles und -projekte mit knapp 2,5 Millionen Euro, verdreifachte damit in vier Jahren den Posten «Tanztheaterprojekte» – außerhalb der kommunalen Theater – auf 1.060.000 Euro. 2009 startete das Land erstmals eine «Spitzenförderung Tanz» von zusätzlichen 780.000 Euro für Ben J.
Riepe, Stephanie Thiersch, Samir Akika, Cocoondance (das auch eine Tanz-Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste aus Bundesmitteln erhält). Ebenso erhalten die Tanzzentren PACT Zollverein in Essen, tanzhaus nrw in Düsseldorf und das künftige Kölner Tanzhaus mehr Förderung. Daneben stützt man gezielt drei «Mittelzentren» mit Dreijahresförderungen à 40.000 Euro jährlich: die Brotfabrik Bonn (Theater im Ballsaal), den Ringlokschuppen in Mülheim und das Theater im Pumpenhaus in Münster.
Die erwähnten zehn Kompanien an den Theatern werden sämtlich von Männern geleitet. Die Zahl der Tänzer reicht von sieben (Bielefeld, Detmold) über ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Treffen wir den künftigen Leiter des Royal Ballet, Liam Scarlett. Er ist zwar erst 24 Jahre alt, hat aber schon richtig imposante Choreografien im Gepäck. Sein «Allegro de jeunesse» für die Schüler der Royal Ballet School faszinierte bereits 2005. Hier treibt ein fähiger Mann eine große Gruppe disparater Talente mit atemberaubender Sicherheit über die große Bühne,...
Sein Tanzen erinnert an eine Wildkatze, die sich anpirscht: anmutig, konzentriert, aufs Nötige beschränkt – eine perfekte Manifestation von Lebensenergie. Wenn Russell Maliphant auf der Bühne steht, erleben wir einen besonderen Tänzer. Was er auch tut, er nimmt den Zuschauer gefangen; selbst wenn er nur ein simples Plié machte, würde man gebannt staunen ob der...
Was in München bislang immer mehr oder weniger danebenging – Künstler, die sich in der bayerischen Landeshauptstadt ansiedelten, auch zu halten –, scheint nun doch zu gelingen. Nach Stefan Dreher und Philip Bergmann kam zuletzt Richard Siegal in die Stadt. Im Gepäck hatte er seine langjährige Erfahrung als Forsythe-Tänzer, sein herausragendes Renommee und die...
