auf dvd: la petite danseuse de degas

Wir verschenken «La petite danseuse de Degas» auf DVD

Tanz - Logo

Die Mutter ist immer dabei, folgt der Tänzerin wie ein Schatten, wohin sie auch geht, also meist in den Ballettsaal. Zwischendurch steht «La petite danseuse de Degas», eigentlich Marie van Goethem, auch jenem Künstler Modell, der sie nicht eben uneigen­nützig auf seinen Sockel stellt. So, wie ihn Benjamin Pech verkörpert, könnte man ihn für jemanden halten, der seine Finger nicht von jungen Mädchen lassen kann.

Möglicherweise nennen Patrice Bart und Martine Kahane ihn deshalb nicht beim Namen, sondern lassen ihn als Mann in Schwarz in einem schicksalhaften Dunkel, das man sonst von John Neumeier kennt. An dessen ungleich genialere «Kameliendame» erinnert das zweiaktige Ballett, das vor fünf Jahren im Auftrag der Pariser Opéra entstand und jetzt auf DVD erhältlich ist. Auch der schwarze Kavalier aus George Balanchines «La valse» lässt schön grüßen. Wenn man so will, könnte man selbst die Wäscherinnen, unter denen sich am Ende Clairemarie Osta schmachvoll wiederfindet, als Seelenverwandte jener Wilis interpretieren, die sich an den Männern rächen. Als Objekt obskurer Begierde ausgebeutet, sieht sich die «kleine vierzehnjährige Tänzerin» am Schluss zwar in Wachs verewigt. Aber als sie ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2011
Rubrik: medien, Seite 56
von Hartmut Regnitz

Weitere Beiträge
tanz im TV Juni 2011

3sat, www.3sat.de

11. Juni, 22.20h: «Taxi-Tänzer», Film von Carmen Eckhardt

13. Juni, ab 21.45h: Tanzfilme, u. a. der Spielfilm «Am Wendepunkt» mit Mikhail Baryshnikov, «Dirty Dancing auf Sächsisch», «Die Bauchtanzwelle» sowie «Tanzträume», eine Dokumentation über die Kinder der Staatlichen Ballettschule Berlin


arte, www.artepro.com

11. Juni, Kulturmagazin...

auf dvd: frederick ashton...

...und seine «Ondine» nehmen uns zweifach mit in die Ballettgeschichte: Zum einen orientierte sich Ashton bewusst an der Tradition des romantischen Balletts, einschließlich Divertissement und abschließender, wenn auch ins Tragische gekehrter Apotheose, und entwickelte so analog zu den bekannten Werken dieser Zeit («La sylphide», «Giselle») auch eine...

essen: oblivia «entertainment island»

Eine Frau joggt auf der Stelle, tapp, tapp, tapp. «Well, well, well!», ruft ein Mann mit Hut ihr zu. «Look at you! You’re looking good!» Mit einem langsamen Ausfallschritt steigert er seine Begeisterung, reckt die Hände zur Decke, während sie ihre Hochleistungsperformance intensiviert. Am Rand der Spielfläche wartet eine zweite Frau auf ihren Einsatz, auf ihren...