dramaten
Wer am Theater erfolgreich sein will, ahnt: Jede Auszeit kann ein Abschied von der Professionalität sein. Darum rief der Regisseur Volker Metzler 2008 in Dresden das Künstlerkollektiv Dramaten ins Leben, aus dem eine zertifizierte Weiterbildungseinrichtung von Künstlern für Künstler hervorging.
Die Atmosphäre: täglich geliebte Quälerei durch Pädagogen und Trainer, durch Ralf Arndt, Tänzer an der Sächsischen Staatsoper Dresden, die Choreografin Nora Schott und die Pädagogin Katja Erfurth. Die Teilnehmer sollen auch selbst Kurse anbieten.
Hinein kommt man durch einen bei der Bundesagentur für Arbeit beantragten und bewilligten Bildungsgutschein. Der Kampf bei der Agentur mag anstrengend sein, wenn der Bearbeiter sich lieber mit Willkür beschäftigt. Aber wer Anspruch hat, kann die Weiterbildung neben Fahrtkosten und (individuell zu organisierender) Unterkunft beantragen, um sich fit zu machen für Vorsprechen und -singen. Es werden auch eigene Projekte der Teilnehmer realisiert, damit sie Anschluss bei namhaften Kompanien finden oder freischaffend auf dem ganzen Globus arbeiten können.
dramaten.de
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ein Ballerinenfilm. Nur ihre Namen tun hier nichts zur Sache. Wer hier wirklich auf ein «Rendezvous mit einer Ballerina» hofft, ist allerdings selbst schuld. Jackie Julie (wenn die Tänzerin wirklich so heißt) und Betty Summer (wohl eher auch ein Künstlername) sind unserer Branche unbekannt. Wohl deshalb geben sie sich meist bedeckt, solange sie sich an der Stange...
Ein leeres, weißes Tanzpodest erhebt sich in der Werkstattbühne des Pfalztheaters, oben von einem Fries mit Bildern aus der Zeit der Ballets Russes umgrenzt. In der Mitte steht ein Stuhl für Sergei Diaghilew, der in seinem weißen Anzug das Spiel auf der Bühne in Gang setzt. Er sieht Ausschnitte aus «Giselle», aus Bronislawa Nijinskas «Les noces» und «Les biches»,...
Deutschland war nie frei und freizügig? Blödsinn. In Münster, na ja, es war vor 476 Jahren, da tauften sich die Wiedertäufer wieder und wieder und teilten auf dem Marktplatz ihren Besitz immer neu und zu gleichen Teilen. Gab es einen Überschuss an Frauen, nahmen sie mehrere, sie aßen alle Tage Fleisch, hielten nichts von heiligen Sakramenten, keine Obrigkeit...
