Emmanuel Demarcy-Mota

erbt das Théâtre de la Ville in Paris

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Emmanuel Demarcy-Mota ist der Neue am großen Tanzhaus in Paris, dem Théâtre de la Ville. Viel Emotion war im Spiel, als Gérard Violette ihm das Staffelholz übergab. Die halbe Pariser Tanzwelt erschien, um zu erfahren, was der Neue vorhat. Doch der erklärte nur, er schlösse nichts aus. Es wird weiter Tanz geben im Théâtre de la Ville. Aber welchen? Die kommende Saison trägt noch ganz die Handschrift Violettes, der das Programm gemeinsam mit seinem Nachfolger gestaltete. Nichts Neues: von Pina Bausch bis Ea Sola, Emio Greco, Jan Fabre, Vandekeybus.

Nur ein Verdacht erhärtet sich. Für den indischen Tanz wird es eng, er fällt von fünf auf zwei Gastspiele. Demarcy-Mota, Sohn einer portugiesischen Regisseurin und eines französischen Theatermachers, will sich trotzdem öffnen: für fremdsprachiges Theater und Poesie. Am Theater von Reims verwaltet er seine letzte Saison, für ein eigenes Tanzkonzept blieb keine Zeit. Aber Hilfe naht. Ab September stößt Claire Verlet als neue Beraterin zum Stab des Hauses. Die bisherige Betreuerin der Kompanien am Centre national de la Danse ersetzt Serge Peyrat, der sich wie Violette nach sagenhaften vierzig Jahren nun verabschiedet.

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Tanz Juli 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 27
von Thomas Hahn

Vergriffen
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