für die kinder von gestern, heute und morgen

Das Bayerische Staatsballett tanzt Pina Bausch und vollbringt eine kleine Sensation. Die zugleich ein Abschiedsgruß ist, denn derart zeitgenössisch geht es in München künftig nicht mehr zu.

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Eine glückliche Parallelaktion: Die große Pina-Bausch-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle (tanz 4/16), ein Band mit Gesprächen und Reden von Pina Bausch beim Nimbus Verlag und die Neueinstudierung von «Für die Kinder von gestern, heute und morgen» von 2002 als Eröffnung der «Ballettfestwochen» beim Bayerischen Staatsballett fügen sich zu einer geballten Offensive der Pina-Bausch-Stiftung. Der Mann an deren Spitze, Pina Bauschs Sohn Salomon, weiß, dass der Tanz weniger von Buchstaben und Fotos lebt.

Weiß, dass das eine wie das andere allenfalls Gedächtnisstütze für die Älteren ist, ein Amuse-Gueule für die Jüngeren und in beiden Fällen bloß der Anreiz für mehr. Denn Tanz, den gibt es nur im Augenblick seiner Ausübung. Dennoch überrascht es, dass Bausch ein Stück hergegeben hat für eine Neueinstudierung, zumal die Repertoirepflege auch unter der neuen Leitung beim sich verjüngenden Tanztheater Wuppertal an erster Stelle stehen wird.

Nach den Sternen greifen

Es gibt Puristen, die es schon zu Lebzeiten Pina Bauschs nur schwer ertragen konnten, wenn ein Part neu besetzt wurde, da ihnen die Tänzer- mit den Bühnenfiguren identisch zu sein schienen. Jemand anders sollte wie ...

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Tanz Mai 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Eva-Elisabeth Fischer

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