Ausstellung
«schwanensee» in stockholm
Auch wenn dieser Schwan ein paar Federn gelassen hat: Der «Robocygne», von Asa und Carl Unander-Scharin im Labor aufgepäppelt, ähnelt zwar eher einem gerupften Huhn. Als künstlicher Schwan ist er aber zweifellos die Attraktion einer Ausstellung im Stockholmer Dansmuseet, die sich bis zum 6. Januar mit den vielfältigen Erscheinungsformen von Tschaikowskys «Schwanensee» beschäftigt. Wiewohl Inbegriff der Ballettklassik, blieb das Werk relativ unbekannt bis zur Londoner Erstaufführung der kompletten Petipa-Iwanow-Version 1934.
Museumsdirektor Erik Näslund erinnert zusammen mit dem jungen Fotografen Carl Thorborg nicht nur an dieses Ereignis. Sie dokumentieren auch seine Entwicklungsgeschichte bis in die Gegenwart hinein anhand exemplarischer Aufführungen von John Neumeier (Hamburg), Mats Ek (Stockholm) und Matthew Bourne (London). Weiter schlagen sie den Bogen zur Wasserschlacht «A Swan Lake» von Alexander Ekman und zum Streetdance-Spektakel «Swan Lake Reloaded» von Fredrik Rydman. Das alles ergibt eine Tour d’horizon, die die weite Reise lohnt; dansmuseet.se
Berlin, Ephraim-Palais, stadtmuseum.de
«Tanz auf dem Vulkan», Kunst und Kultur der Weimarer ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2015
Rubrik: Kalender, Seite 48
von
Selten, dass ein Mastermacher an gleich zwei Schulen die Leitung innehat. Soeben aus Zürich gelandet, wo er den jungen Studiengang Bachelor of Arts for Contemporary Dance an der Hochschule der Künste (tanz 10/14) mit aufbaut, sitzt Samuel Wuersten wieder daheim im ockerfarbenen Sandsteinbau gegenüber dem neu gestalteten Hauptbahnhof von Rotterdam. Das Portal, durch...
Five-six-seven-eight. Und Hüfte Hüfte Hüfte! And sexy, sweet and charming! Ironische Emphase, wildes Gefühl: Ein Ensemble verbreitet pure Begeisterung. Zehn Tänzer zur Reihe quer über die Bühne aufgestellt, mit dem Ur-Schrei des Tanzes angezählt, auf die «eight» werden dann wechselweise diverse Körperpartien gekurbelt, gekurvt, gewippt. Sie sind Protestler und...
Das Publikum im ausverkauften tanzhaus nrw in Düsseldorf applaudierte am Ende von Sidi Larbi Cherkaouis «Fractus V» nicht nur, es erhob sich zu stehenden Ovationen. Warum? Vielleicht, weil alles so klar war. Cherkaouis Stücke geben sich zugewandt, sie bieten Futter; hier sind es jede Menge Tanz und live gespielte und gesungene Musik, zwei Prisen Text, Noam Chomsky...
