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«Die Behinderung hindert nicht am Tanzen», sagt Mathurin Bolze, der weder behindert ist noch Tänzer. «Man ist mit ganz anderen Problemen konfrontiert, und die sind in der Persönlichkeit begründet. Da gibt es keinen Unterschied, ob der Bühnenpartner behindert ist oder nicht.» Bolze ist ein begnadeter Trampolinartist in Diensten von Choreografen wie François Verret und kreiert inzwischen auch seine eigenen Stücke. Seit Langem kennt er Hedi Thabet. Der war einst eine der größten Hoffnungen unter den Jongleuren Europas. «Fünf Keulen hinter dem Rücken schaffte er locker.
» Jetzt steht Thabet mit Bolze zusammen auf der Bühne, Thabet kann sich dabei nur auf sein linkes Bein stützen. Das rechte fehlt ihm, seit er an Knochenkrebs erkrankte. Die beiden tanzen «Ali», ein Duett «für vier Krücken, drei Beine, zwei Köpfe und einen Stuhl». Das Stück ist ein Renner auf Frankreichs Bühnen. Dabei hatten sie es ursprünglich nur für einen privaten Abend entworfen.
Bolze will Thabet trotzdem nicht als Behinderten ansehen. «Was ihn im Leben viel mehr behindert, ist seine tunesisch-belgische Herkunft.» Aber nach den Vorstellungen gibt es Publikumsgespräche, in denen Thabet natürlich über seine Behinderung ...
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