models: fabienne jean...
...war kein Star, nicht am Ballett des Nationaltheaters in Port-au-Prince, an dem die 31-Jährige tanzte. Bekannter wurde sie als Model der Werbekampagne eines Mobilfunkanbieters. Doch Ruhm, zumindest für einen kurzen Moment, erfuhr sie erst, als das Pressevolk nach Haiti geflogen wurde, um ein Jahr nach dem Beben noch einmal eine Story zu finden. Damon Winter fotografierte die Tänzerin, auf drei Trümmern sitzend, die Plastikprothese ihres rechten Beins lässig über die Schulter geworfen. Der Kontrast zu ihrem kräftigen Lachen konnte nicht wirkungsvoller sein.
Ihr Bein verlor sie, als eine hohe Mauer im Vorort Cité Militaire über der Frau zusammenbrach. Fabienne Jean befreite sich, fand irgendwie den Weg in eine notdürftige Ambulanz. Aber der Unterschenkel war nicht zu retten. Als sie aus der Narkose aufwachte – so wird sie in aller Welt zitiert –, dachte sie: «Eine Tänzerin mit nur einem Bein, es war hoffnungslos.» Exakt so hoffnungslos wie das, was sich ein Jahr nach dem Beben den Journalisten darbot.
Die positivste Nachricht, die aus den Karibiktrümmern zu erhalten war, bot ihnen die US-Nicht-Regierungsorganisation Nebco. Hier erhielt Fabienne Jean ihre Prothese, fand ...
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Tanz März 2011
Rubrik: menschen, Seite 32
von Arnd Wesemann
Der große britische Tanzfotograf wird im Victoria and Albert Museum in London geehrt. In ihrer fulminanten Bildwirkung vergleichbar mit den Werken von Joris-Jan Bos in den Niederlanden, Marteen Vanden Abeele in Belgien oder Per Morten Abrahamsen in Dänemark, sind Nashs Fotografien nicht Dokumente der Bühnenfotografie, sondern minuziös ausgetüftelte Studioarbeiten,...
...starb am 19. Dezember 2010 im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Zürich. Der Begründer der Tanzmedizin im deutschsprachigen Raum studierte ab 1934 Medizin in Zürich und Berlin, legte 1941 das Staatsexamen als Humanmediziner ab und begann eine Weiterbildung zum Orthopäden in Zürich. 1952 eröffnete er in Zürich eine Praxis als Spezialarzt für Orthopädie. In...
Martin Puttke schimpft. Dabei schaut sein Gesicht ganz freundlich. Der lächelnde Revolutionär kämpft für die Leichtigkeit und Freiheit des Tanzes, «egal welchen». Ob klassischer, moderner oder zeitgenössischer Kanon. Ist ihm egal. Schlimm findet er nur dieses sture «Schritte formen, verstanden als ein unveränderlicher künstlerischer Code». In das Wort...
