Ioana Mona Popovici: «Work in regress»

in Lausanne

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Um menschliches Verhalten zu zeigen, genügt unter Umständen ein roter Klappstuhl. Auf der sonst leeren Bühne findet sich noch ein weißer Schuhkarton, der es in sich hat. Wenig später taucht Ioana Mona Popovici auf, die als Choreografin ihr «Work in Regress» vom Mischpult aus startet. Den Kopf gesenkt, leicht vornübergebeugt, scheint sie in der Gewalt eines anderen. Auch wenn sie mit beunruhigender Langsamkeit versucht, sich mit spitzen Fingern ein Bonbon aus der Tasche zu stibitzen, erweckt sie den Eindruck, als agiere sie nicht allein.

Wenn aus ihrem Mund weitere Bonbons kullern, ist das mehr als nur ein bemerkenswertes Bild, in dem Unterwerfung und Unterdrückung sichtbar werden, ohne sich erklären zu lassen. Leicht hat es Ioana Mona Popovici ihrem Publikum nie gemacht. Ihre Stücke wollen erspürt, wollen enträtselt werden.

Ausgehend von George Orwells «Farm der Tiere», hat die Rumänin mit Wohnsitz Prag vor ein paar Jahren damit begonnen, über Autorität nachzudenken. Über «Autorität als ein System, das auf der Beziehung zwischen Herr und Eigentum aufgebaut ist – denen die gegenseitige Abhängigkeit gemeinsam ist». Weit entfernt davon, den Roman zu bebildern, entwickelt die ...

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Tanz März 2010
Rubrik: Kalender, Seite 44
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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