«12/ ... Im linken Rückspiegel auf dem Parkplatz von Woolworth»
Seelsorge auf VA Wölfls Bühne: Es ist nicht gut für die Moral, schlechten Tanz oder schlechte Kunst zu sehen. Deshalb darf man jetzt anrufen bei Neuer Tanz und sich trösten lassen. Ein Schein-Angebot aus der Bühnenrealität. Ein Tänzer säuselt die Offerte ins Mikrofon, die doch selber Teil einer Performance ist und damit Spott und Hohn für all die Ratlosen und Verstörten, die nach VA Wölfls kryptisch und unzitierbar betitelter «Triografie» rausgehen und sich beschweren möchten: Wieder mal keinen Sinn, keine Themen, keinen Tanz.
Man hatte – so will es der Schöpfer – allenfalls «verplemperte gute Zeit». Manchmal hatte man bei VA Wölfl auch schon Langeweile – bei seiner Triografie nicht einen Moment.
«Neuer Tanz goes Pop» lautet das aktuelle Credo der Kompanie, ein weiterer Schritt zum Spiel mit dem Kommerz, nachdem Ensemble-Chef Wölfl vor drei Jahren in seinem Erfolgsstück «Revolver» bereits seine Begeisterung für die Bekömmlichkeit der Operette verkündet hatte. Schon da suchte er den Trash des Discotanzes. Die Recherche in Sachen «schlechter Bewegung» – «geht’s noch schlechter?» – führt Wölfl nun fort. Ein «Propagandastück für den Krieg» sollte es diesmal sein. Wölfl ist es zu banal, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wo genau verläuft die Grenze zwischen Mensch und Tier? In Mythen und Sagen, in den frühesten Zeugnissen von Ritual und Kunst, in der Geschichte des Wissens ist sie unscharf. Nur in der Bibel ist die Beziehung noch klar: Adam im Paradies, als Ebenbild Gottes, gibt den Tieren ihren Namen. In dieser Weise herrscht er über sie – doch schon Thomas von Aquins Kommentar...
In «Sonntags-Abschied» steckt Abschied. Es ist etwa zwei Jahre her, dass Karlheinz Stockhausen mir einen Brief schrieb: «Ich muss Ihnen etwas zeigen.» Das war einige Jahre nachdem er mir erlaubt hatte, ein Stück zu seinem «Helikopter»-Quartett zu kreieren. Er empfing mich in seinem Studio und spielte mir «Sonntags-Abschied» vor. Es war wie der Gesang der Sirenen...
The dance-opera “Orphée” by Mats Ek for the Swedish Royal Opera is an excit-ing interpretation of the Greek myth of Orpheus and Eurydice based on Gluck’s opera “Orphée,” created in 1762 and revised by Berlioz in 1859. The score is honourably interpreted by conductor Sir Richard Armstrong and the Swedish Royal Opera Orchestra.
The stage set is by artist Marie Louise...
