Gestorben
Fred Hoffmann, 79, war Mitbegründer und geschäftsführender Vorstand der Münchner Heinz-Bosl-Stiftung. Sein letzter öffentlicher Auftritt am 30. November: die Jubiläumsmatinee zum 30-jährigen Bestehen der Stiftung, die er mit seiner Frau, der ehemaligen Staatsballett-Direktorin und Schulleiterin Konstanze Vernon, 1978 gegründet hatte (Fotos: Charles Tandy). Zum ersten Mal verlieh er dort den neuen Ballettpreis «Classique» an drei namhafte Ex-Stipendiaten, an Norbert Graf, Michael Banzhaf und Oliver Wehe (im Bild links neben Konstanze Vernon).
1964 heiratete Hoffmann, Chef einer eigenen Filmfirma, die Münchner Ballerina. Ihre gemeinsame Stiftung sorgte dafür, dass aus der einst kärglichen Abteilung Ballett der Münchner Hochschule für Musik und Theater eine renommierte Ausbildungsstätte werden konnte. 1987 ließ er das alte Schwabinger Trambahndepot zu Trainingssälen umbauen. 1998 kam ein Studentenwohnheim dazu. Die stets ausverkauften Bosl-Matineen und die beachtlichen Karrieren der Bosl-Ballettakademie-Absolventen sprechen für sich. Fred Hoffmann, der Gentleman im Hintergrund, starb am 2. Dezember in München.
Clive Barnes, 81, britisch-amerikanischer Kritiker, studierte in Oxford ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Agnès Letestus Berufswahl fiel, als sie als kleines Mädchen Margot Fonteyn und Rudolf Nureyev in «Schwanensee» sah. Im Fernsehen. Sie wollte «auch so ein Tutu». Dann ging es schnell mit der Karriere: Nureyev selbst holte sie aus dem Corps de ballet, um Gamzatti in seiner «Bayadère» zu tanzen. Seit 1997 ist sie am Pariser Opernballett Danseuse Étoile. Ein...
Jean Paul Gaultier, Ihre aktuelle Kollektion ist also tatsächlich von der Arbeit zu «Blanche Neige» beeinflusst? Mir geisterte ja ständig der Name Angelin Preljocaj durch den Kopf. Endet das nicht wie «cage» (Käfig)? Plötzlich war meine Winterkollektion voller...
Eine Kritikerin vermisste bei ihm einen «roten Faden». «Wieso roter Faden?», wunderte sich Anthony Rizzi, «es gibt nur diesen einen roten Faden: von der Geburt» – er rammt eine Hand vor sich in die Luft – «bis zum Tod.» Die andere Hand markiert den Schlusspunkt nicht weit davon entfernt. Die Hand zieht noch mal über die Strecke, formt einen Raum. In dieser kleinen...
