getestet

Das Ballett am Rhein ließ sich in einem Rehabilitationszentrum auf seine Fitness untersuchen. Zweck der Übung: Zu beweisen, dass Tänzer Leistungssportler sind, damit sie gesetzlich endlich ein Recht auf Verletzungsprävention erhalten

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«Aaah …», Bogdan Nicula fasst sich ans Knie. Gerade ist er von der Messplatte aus dem Stand, ohne ins Plié zu gehen, in die Höhe gesprungen und unsanft gelandet. «Jetzt maximal!», ruft ihm die Therapeutin zu. Der Künstler absolviert einen Testparcours im Rehabilitationszentrum medicos.AufSchalke. Er gibt alles. Nach der Sprungkraft testet man sein Gleichgewichtsgefühl. Bogdan Nicula steht auf einem Bein in einem schwebenden Quadrat. Die kleinste Bewegung, waagrecht wie senkrecht, wird aufgezeichnet. Dann der Iso-Check. Der misst die statische Kraft von Rücken- und Bauchmuskulatur.

 

Der rumänische Ballerino nimmt teil an einer Pilotstudie, die für ihn und seine Kollegen bundesweit bahnbrechende Auswirkungen haben soll: Bogdan Nicula und 42 seiner Tänzerkollegen von Martin Schläpfers Ballett am Rhein sind in Gelsenkirchen angetreten, um vor den gesetzlichen Unfallversicherern den wissenschaftlichen Beweis zu erbringen, dass Tänzer Leistungssportler sind. Damit wäre viel gewonnen: Leis­tungssportler genießen regelmäßige fachspezifische Vorsorge und ärztliche Betreuung.

 

«In Deutschland ist die medizinische Versorgung von Tänzern unzureichend. Andere Leistungssportarten haben ...

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Tanz April 2010
Rubrik: praxis, Seite 68
von Bettina Trouwborst

Vergriffen
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