Boris Charmatz wollte unbedingt nach Berlin
Boris Charmatz wollte unbedingt nach Berlin, das französische Enfant terrible unter den Choreografen. Am liebsten zu Meg Stuart. Da erhielt er eine Gastprofessur an der UdK und ist nun prompt einer der drei Direktoren des nagelneuen hochschulübergeifenden Zentrums Tanz Berlin.
Nicht weniger überraschend verlief die Karriere von Ingo Reulecke: Kaum war er zum Leiter der neugeschaffenen Abteilung Tanz an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» ernannt, darf sich auch der Berliner jetzt zum neuen Direktorium zusammen mit der schon seit Mai geschäftsführenden Direktorin Eva Maria Hoerster zählen. Bis Jahresende wird nun an der Gegenwart recherchiert: Wie bildet man zum heutigen Tanzmacher aus? Ab Sommer 2007 geht’s dann richtig los, aber noch sucht der dritte Träger des Zentrums, TanzRaumBerlin (ein Bündnis subventionierter Schulen und Bühnen), den passenden Ort. Wo künftig studiert wird, bleibt vorerst Staatsgeheimnis, aus Erfahrung: Denn wann immer bekannt wurde, dass in eine Immobilie der Tanz einziehen würde, stiegen die Preise durch plötzlich auftretende Mitbewerber. Merke: Wo Kultur entsteht, wittert die Wirtschaft sofortiges Wachstum. So fulminant, dass es der Stadt, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Meg Stuart,
Sie werden bei den Salzburger Festspielen eine neue Arbeit mit dem Arbeitstitel «It’s Not Funny!» vorstellen. Worum soll es gehen? Um etwas, das wir gut kennen – um Momente, in denen Humor schmerzt und Situationen peinlich werden, weil man aus dem sozialen Code gerät. Es geht um Akzeptanz darum, wie wir für einander performen. Also für das Publikum und...
PAF is a place for artistic residencies, a place to work for any period of time on artistic, scientific, political and/or theoretical projects – an open, communal forum for producing knowledge in the context of critical exchange and ongoing discursive practice – a place for autonomy and full concentration on work – a tool to develop new methods and procedures, not...
Yehudit Arnon,
2005 verlieh Ihnen Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz für ihre Pionierleistung, in Israel eine Tanzszene geschaffen zu haben. Sechzig Jahre zuvor wurden Sie aus Auschwitz befreit. Als Sie sich im KZ weigerten, zu Weihnachten für die Nazis eine Show hinzulegen, wurden Sie gezwungen, das Fest über barfuß im Schnee auszuharren. Und Sie schworen sich:...
