die lehrerin
Sie unterrichten die «ZooZ»-Methode. Was ist das?
Erst mal, ich sehe mich nicht als Lehrerin. Und «ZooZ» ist Hebräisch und meint einfach «Bewegung» – dieses Handy auf dem Tisch zu bewegen, sich selbst zu bewegen. Es geht um jede wiederholbare Bewegung. Gerade durch die Wiederholung einer Bewegung verändert sich etwas: im Kopf. Wenn ich dieselbe Bewegung mit dem Körper wieder und wieder wiederhole, erfahre ich sie dennoch jedes Mal anders. Darum glaube ich an das Plié jeden Morgen. Die täglichen Tendus, sogar am Türgriff des Kühlschranks.
So hält man die Muskeln ein Leben lang warm und stellt immer neue Fragen an den Tanz, nach der Leidenschaft, nach dem Moment des Jetzt und was das überhaupt ist: Tanzen.
Sie unterrichten reine Wiederholung?
Die Wiederholung ist nur ein Ausgangspunkt. Die Tanzerfahrung, die ich gesammelt habe, sagt mir: Im lebenslang wiederholten Spiel zwischen Körper und Kopf entstehen ständig neue Fragen an den Tanz. Die Klassik, wie ich sie jahrelang bei Bat-Dor in Israel geübt habe, beantwortet sie nicht, und Grenzerfahrungen wie bei Pina Bausch, oder die Moderne bei Hans van Manen und Jirí Kylián beantworten sie auch nicht. Aber alle zusammen öffnen den Horizont. ...
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Tanz April 2015
Rubrik: praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
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im mai: helena waldmann_________
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